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Olympia-Referendum : Appell an die Kieler: „Gehen Sie wählen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flammende Plädoyers für die Bewerbung zu den Olympischen Sommerspielen in Hamburg und Kiel 2024 gab es von Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, und dem Präsidenten der IHK zu Kiel, Klaus-Hinrich Vater.

Auch eine Panne zu Beginn seines Vortrags konnte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), nicht aus dem Konzept bringen. Der Chef aller deutschen Sportler war auf Einladung des Vereins Kieler Kaufmann und der Feuer und Flamme für Kiel GmbH in die Landeshauptstadt gekommen, um über den Wert Olympischer und Paralympischer Spiele zu referieren.

Die Datei mit der Präsentation des Vortrages, die Hörmann schon vergangene Woche nach Kiel geschickt hatte, war allerdings irgendwo auf der Strecke geblieben. So blieben die beiden großen Leinwände neben dem DOSB-Präsidenten weiß. Auf Bilder und Grafiken mussten die 120 Gäste aus der Kieler Wirtschaft verzichten. Zum Glück klappte es nach anfänglichen Problemen mit dem Ton. Denn es war durchaus hörenswert, was Hörmann zu erzählen hatte.

Zwar wich der 55-Jährige vom eigentlichen Thema über die Werte Olympias immer mehr ab, dafür nutzte er die Gelegenheit, das in den Vordergrund zu rücken, was ihm schon immer am meisten am Herzen lag: die Beteiligung der Bürger. „Wir haben noch vier Wochen Zeit, um unsere Botschaft zu verbreiten“, spielte Hörmann auf das Referendum an, das am 29. November sowohl in Hamburg als auch in Kiel ansteht. Hamburg und Schleswig-Holstein würden bisher vorbildlich zusammenarbeiten. Hörmann lobte, wie beide Städte das Thema Olympia nach außen kommunizieren. „Mehr Bürgerbeteiligung geht nicht.“ Erstes Ziel sei nun, die absolute Mehrheit bei der Bürgerbefragung zu erreichen. Aber jeder Prozentpunkt mehr wäre ein tolles Signal nach außen. „Deshalb müssen wir die Unentschlossenen motivieren und mit Argumenten auf die Seite der Ja-Sager bewegen“, so Hörmanns Forderung.

Und wie sieht der Chef des deutschen Sports die Chancen für eine deutsche Olympia-Bewerbung? „Manchmal ist es von entscheidendem Vorteil, wenn man nicht als Favorit ins Rennen geht“, hat Hörmann mit der Außenseiterrolle von Hamburg und Kiel kein Problem. Es gebe starke Konkurrenz, aber die Neugier auf Hamburg und die Metropolregion sei weltweit zu spüren. „Wir haben gute, wenn nicht sehr gute Chancen. Wir müssen daran glauben“, sagte Alfons Hörmann und erntete dafür viel Applaus.

Den gab es gestern Abend auch für Klaus-Hinrich Vater, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Kiel. Die IHK hatte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eingeladen – natürlich zum Thema Olympia. „Olympische und Paralympische Spiele wären ein Segen für den gesamten Norden“, erklärte Vater im Schifffahrtsmuseum. Die Wirtschaft sage deshalb uneingeschränkt ,Ja’ zu Olympia in Kiel und Hamburg. Und das sei auch seine Wahlempfehlung für den 29. November. „Wir sind Feuer und Flamme für Olympia“, so der IHK-Präsident. Seine Bitte an die Kieler: „Gehen Sie wählen, der Sport und Kiel haben es verdient.“

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erstellt am 03.Nov.2015 | 17:54 Uhr

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