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Angst vor zu viel Verschattung und zu wenig Parkraum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Initiative gegen Innenhofbebauung am Blücherplatz lud am Wochenende zum Ortstermin / Politiker, Projekt-Gegner und Befürworter kamen

Neuer Wohnraum wird in Kiel dringend benötigt – das steht außer Frage. In dem Karree Nettelbeck-, Blücher-, Hardenberg- und Holtenauer Straße möchten die Investoren Florian Fräter aus Kiel und SOS-Kinderdorf aus München, denen ein Teil der Hinterhoffläche gehört, vier dreigeschossige Häuser mit je einem zusätzlichen Staffelgeschoss bauen (wir berichteten). Das rief Anwohner auf den Plan, die unter anderem eine Verschattung ihrer Wohnungen befürchten und sich zur Bürgerinitiative „Blücherdialog – Rettet die Innenhöfe“ zusammengeschlossen haben. Am Sonnabend hatte die Initiative Anwohner, interessierte Bürger und Lokalpolitiker zum Ortstermin geladen, unter ihnen der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Ulf Kämpfer und Kiels erster stellvertretender Stadtpräsident und CDU-Ratsherr Robert Vollborn.

Anwohner wie Ute Ross befürchten durch die etwa 14 Meter hohen Gebäude auch den Verlust ihrer Parkmöglichkeiten. Eine geplante Tiefgarage werde nach Ansicht der Initiative allein durch die Autos der Bewohner der Neubauten so gut wie belegt. Auch die Parksituation während der Bauzeit sowie der Baustellenverkehr bereitet den Anwohnern Sorge. Es gibt aber auch Befürworter wie Günter Asmussen. „Die Bebauung wird eine Bereicherung für das Viertel sein, was die Anwohner auch noch feststellen werden. Die jetzige Bebauung mit den Garagen, die teilweise gar nicht als solche genutzt werden, ist in meinen Augen eher ein Schandfleck“, so der Kieler, der nicht unmittelbarer Anwohner ist, aber Bezug zum Quartier hat. Auch der Ortsbeirat befürwortet das Vorhaben. „Allerdings sollten die Investoren bezüglich der Gebäudehöhe und dem Abstand zur vorhandenen Bebauung nicht die Möglichkeiten bis zum Letzten ausreizen“, sagte der Vorsitzende Dieter Hartwig. Er betonte, dass es noch ausreichend Gelegenheiten zum Dialog geben werde. Darauf setzt auch die Initiative. „Wir wünschen uns einen offenen Dialog mit allen Beteiligten, keine juristische Auseinandersetzung“, bekräftigte Ute Ross. Bei heißem Kaffee und Tee demonstrierte die Initiative zum Schluss mit Luftballons die geplante Höhe der neuen Gebäude, die Ute Ross und ihre Mitstreiter so „entsetzt“.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 05:53 Uhr

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