Special Olympics : Am Ball sind sie eine Wucht

Fußballerinnen der Lebenshilfe Neumünster: (von links) Christina Omnitz, Sabine Höhner und Ilona Schulz kicken bei den Special Olympics.
Fußballerinnen der Lebenshilfe Neumünster: (von links) Christina Omnitz, Sabine Höhner und Ilona Schulz kicken bei den Special Olympics.

Christina Omnitz, Sabine Höhner und Ilona Schulz von der Lebenshilfe in Neumünster gehören zu den leidenschaftlichen Fußballerinnen bei den Special Olympics in Kiel. Dabeisein ist alles. Mehr als der Sieg zählt für sie die Gemeinschaft.

shz.de von
16. Mai 2018, 18:25 Uhr

Insgesamt 4600 Athletinnen und Athleten sind bei den Special Olympics in diesen Tagen in Kiel am Start. Natürlich wollen am liebsten alle gewinnen, doch getreu der alten olympischen Idee ist schon das Dabeisein alles. Der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl stehen ganz vorne. Das zeigt eine Befragung unter den Teilnehmern.

So liefern Christina Omnitz (45), Sabine Höhner (48) und Ilona Schulz (45) geballte Frauenpower aus Neumünster. Die drei Frauen sind begeisterte Fußballerinnen. Christina, Sabine und Ilona kämpfen für ihre Mannschaft um jeden Ball. Vom Ehrgeiz gepackt geben die Athletinnen bei jedem Spiel ihr Bestes. Für den Erfolg trainieren sie regelmäßig einmal in der Woche. Auch aus Niederlagen lernt die Frauengruppe. „Beim nächsten Mal wird es besser“, lautet ihr Leitsatz. Außerdem freuen sich die Fußballfrauen auf die Athleten-Disko.

Der farbige Fußballer Andreas Ayuk Nehong (Foto; 26) ist mit seinem Team aus Stuttgart an die Förde gereist. An den Special Olympics hat er schon drei Mal teilgenommen. Sein persönlicher Ratschlag: „Man muss schauen, dass man im Vorfeld nicht verletzt ist. Wichtig ist es, mit Fitness dem Muskelkater vorzubeugen.“ Der Zusammenhalt in der Gruppe genießt höchsten Stellenwert. Denn, so Andreas: „Wir sind ein Team. Niemand ist perfekt. Gemeinsam sind wir stark. Wir wollen kämpfen, um den Pokal zu gewinnen!“

Unter den Special-Teilnehmern kämpft die 26-jährige Judoka Victoriya Shkolnikova (Foto) aus Baden- Württemberg nicht nur um den Sieg. Für sie geht es auch um die Qualifikation für die Weltspiele in Abu Dhabi. Lampenfieber vor Wettkämpfen kennt sie nicht. Begleitet von ihren Judo-Kollegen lässt sie sich nicht unter Druck setzen. Meist hört sie vor Wettkämpfen Songs ihrer Lieblingsband „Sunrise Avenue“. Über ihren Trainer berichtet sie stolz: „Er unterstützt und motiviert mich immer, mein Bestes zu geben.“ Beim sonnigen Wetter genießt Victoriya Kiel in vollen Zügen. „Ich mag die Stadt sehr, vor allem die Altstadt gefällt mir.“

Zu den Wasserratten der Special Olympics gehört Sabine Schwarze (Foto; 41) aus Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Bei Landes- und Regionalmeisterschaften konnte die Schwimmerin bereits mit ihrem Talent glänzen. Über 100 Meter Rücken und 50 Meter Brust geht sie selbstbewusst in Kiel an den Start: „Ich wünsche mir, mit Medaillen auf dem Siegertreppchen zu stehen.“

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> Die Autoren dieser beiden Artikel zu  den Special Olympics sind Studenten der Kieler Christian-Albrechts-Universität



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