zur Navigation springen

Umbau : Alles neu in der alten „Leik“-Mall

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Einkaufszentrum an der Holstenstraße wird komplett umgebaut . Bisher sind Anbieter von Kleidung, Schmuck und Accessoires sowie ein Fitnessstudio als neue Mieter gesetzt. Es soll keine Mall mehr sein, wie der Investor verrät, die seien zum Scheitern verurteilt.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 04:38 Uhr

Lange schon steht es leer, das frühere Kieler Einkaufszentrum „Leik“ in der Innenstadt. Dort, wo bis Anfang 2012 Filialen von Anbietern wie World of Music (WOM), Spiele Max, Bijou Brigitte oder Beate Uhse ihren Sitz hatten, ist ein Geisterhaus direkt an der Ecke Holstenstraße/Alter Bootshafen entstanden. Doch nun kommt wieder Leben in das Gebäude mit gut 10 000 Quadratmetern Geschäfts- und Bürofläche neben dem neuen „Nordlicht“-Center. Es wird derzeit komplett entkernt und umgebaut, um innerhalb der ersten Hälfte des kommenden Jahres Platz zu schaffen für neue Geschäfte, Büros, Praxen – und ein Fitness-Studio. Dann soll es vermietet und eröffnet sein. Alles auf technisch neuestem Stand, mit aufgefrischter Fassade, in Top-Lage am Wasser.

Der Eigentümer des Gebäudes, die Centrum Group mit Sitz in Düsseldorf, investiert in die Maßnahme nach Aussage von Geschäftsführer Rudi Purps „einen ordentlichen zweistelligen Millionenbetrag“. Es ist die erste Investition der bundesweit tätigen Gruppe in dieses Objekt, das sie 2007 erworben hat. Das Unternehmen hat beispielsweise auch die Gebäude von Esprit und H&M in der Kieler Innenstadt entwickelt.

Um den kommenden Hauptmieter wird ein großes Geheimnis gemacht. Offiziell gibt es auch keine Bestätigung. Das Unternehmen möchte den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann es die Eröffnung neuer Filialen öffentlich bekannt gibt. Doch hinter vorgehaltener Hand wird über die Ansiedlung der Modekette „TK Maxx“ im „Leik“ gemunkelt. Im Gewerbegebiet in Schwentinental gibt es bereits einen etablierten Standort des Unternehmens, das mit dem Slogan „big labels, small prices“ für sich wirbt: Kleider von bekannten Marken und Designern, aber günstig.

Auch Centrum-Geschäftsführer Rudi Purps hüllt sich über Namen von Mietern oder Miet-Interessenten in Schweigen: „Ich will nicht mit ungelegten Eiern gackern.“ Er sagt nur, es könne auch mehrere Hauptmieter für die Verkaufsfläche von 5000 bis 6000 Quadratmetern in den unteren Geschossen geben. „Wir bringen hochwertigen, modernen Einzelhandel in das Gebäude.“ Fest steht aber dies: „Zur Holstenstraße hin wird es eine Mischung aus Kleidung, Schmuck und Accessoires geben, zur Südseite, also zum Bootshafen hin, wird das gastronomische Angebot erweitert.“ Neben dem bisherigen, gut angenommenen Café „Campus Suite“ sowie dem „Bierparadies“ soll ein weiteres Restaurant oder Café die Vielfalt in Richtung „international und qualitativ hochwertig“ erweitern. Man sei in Gesprächen mit verschiedenen Anbietern. Purps betont auch, dass das Konzept für das „Leik“ keine Einkaufsmall vorsieht, wie es früher der Fall war: „Kleine Center haben ausgedient und sind zum Scheitern verurteilt.“

In trockenen Tüchern ist bereits der Vertrag mit dem Fitnesszentrum Kieser Training“, das von der Kieler Ringstraße ins „Leik“ umziehen wird – der einzige Vertrag, der bisher mit Mietern unterschrieben ist. Auf 800 Quadratmetern in der dritten Etage baut die Centrum Group das Studio schlüsselfertig, es soll bis zur Jahreswende fertig sein. Das hat die Kieler Immobilienmaklerin Käte Behrens-Jørgensen vermittelt, die mit ihrer Firma „Toplage Immobilien“ exklusiv die oberen Etagen als Büros mit Flächen zwischen 300 und 3500 Quadratmetern vermietet. Auch barrierefreie Praxen kann sie sich dort gut vorstellen. Bewerber gebe es hierfür schon.

Dass im Inneren des Gebäudes etwas passiert, deuten schon die Absperrungen davor an. Was wird genau geplant? „In der ersten Phase entkernen wir es, da verschwindet die ganze altgediente Haustechnik“, berichtet Centrum-Geschäftsführer Rudi Purps. Heißt: Aufzüge, Rolltreppen werden herausgerissen und erneuert, Decken, Böden und Ladeneinheiten neu gebaut. Die Außenhaut wird ebenfalls aufgehübscht und modernisiert – die Mieter können Purps zufolge dazu Wünsche äußern. Es können sich also noch Details ändern. Aber gesetzt ist, zur Wall-Seite hin erhält die Fassade als auflockerndes Element zahlreiche Fenster. Der Haupteingang wird umgestaltet. Verschwinden soll auch der „Leik“-Turm vor dem Gebäude. Noch unklar ist allerdings, ob der alte Name, der sich aus den rückwärts geschrieben Buchstaben des Namens der Landeshauptstadt ergibt, erhalten bleibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert