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Bei Demo gegen Luftschlossfabrik-Räumung : AfD in Kiel: Unbekannte werfen Flaschen auf Geschäftsstelle

vom

Bei einer spontanen Demonstration in Kiel wurden Scheiben an der AfD-Geschäftsstelle beschädigt. Die fordert mehr Härte gegen Linksautonome.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 14:33 Uhr

Kiel | In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte in der Kieler Innenstadt die Landesgeschäftsstelle der AfD Schleswig-Holstein am Walkerdamm angegriffen. Dort schlugen die Täter auf eine Eingangstür ein, bis die Glasscheibe zersprang. Zudem traten sie gegen weitere Fenster, die ebenfalls beschädigt wurden. Das teilt die Partei am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Erst im Februar 2015 hatten Unbekannte die Geschäftsstelle in Kiel beschädigt. Damals hatten Unbekannte alle vier großen Fensterscheiben der Büroräume zerstört.

Als Verursacher sieht die AfD rund 80 Linksradikale, die bei einer spontanen Kundgebung gegen die Räumung und für den Erhalt der Luftschlossfabrik in Flensburg die Parteizentrale angriffen. Matthias Arends, Pressesprecher der Polizei in Kiel, hingegen beschwichtigt: „Aus der Gruppe von nur rund 50 Demonstranten ist eine Flasche in Richtung der Parteizentrale geflogen und hat dort in der Tat eine Scheibe beschädigt.“ Von einem Angriff auf das Gebäude könne jedoch keine Rede sein. Die Anzeige sei aufgenommen worden, ein Täter konnte jedoch bislang nicht ermittelt werden, sagt Arends. Die Polizei habe die Demonstration von Beginn an begleitet.

Auf einer Internetseite des linken Internetportals „Indymedia“ ist unterdessen von einem „Besuch bei der AfD-Zentrale im Walkerdamm“ die Rede, wo „aus Protest gegen deren menschenverachtende und nationalistische Hetze“ Scheiben zerstört wurden. Die AfD bezieht sich in ihrer Pressemitteilung auf diese Meldung. Auch auf Twitter ist dies zu finden:

Jörg Nobis, stellvertretender Vorsitzender der AfD Schleswig-Holstein, veurteilte den Angriff: „Es handelt sich hierbei nicht nur um schäbigen Vandalismus, sondern um die bewusste Unterdrückung von politischen Meinungen. Die sogenannten Linksautonomen sind die wahren Feinde der Demokratie und müssen von Polizei und Justiz mit voller Härte bestraft werden.“

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