Prozessauftakt in Kiel : 60 Unfälle provoziert: Angeklagter kassierte 100.000 Euro von Versicherungen

Zwischen 2010 und 2014 soll er Verkehrssituationen ausgenutzt haben, um Unfälle zu bauen. Die Schuld gab er den Unfallgegnern.

shz.de von
01. Februar 2017, 08:34 Uhr

Kiel | Jahrelang soll ein 30-Jähriger Autounfälle provoziert und damit bei Versicherungen rund 100.000 Euro kassiert haben. Am Mittwoch beginnt der Prozess um den mutmaßlichen dreisten Betrug vor dem Kieler Amtsgericht.

Der Anklage zufolge nutzte der Mann von 2010 bis 2014 im Raum Kiel günstige Verkehrssituationen und das Fahrverhalten anderer Autofahrer aus und fuhr absichtlich in deren Wagen. Anschließend habe er sie wahrheitswidrig bei deren Versicherungen als Unfallverursacher beschuldigt und sich Schaden und Schmerzensgeld erstatten lassen.

Die Unfälle beging der Mann laut Anklage mit seinem eigenen Fahrzeug oder dem von Familienangehörigen und Bekannten. Das Kieler Amtsgericht hat insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt.

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