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Freibad Katzheide : 5690 Unterschriften für den Erhalt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Initiative für den Erhalt des beliebten Gaardener Freibads möchte, dass ihr Bürgerbegehren Ende November zusammen mit der Abstimmung über Olympia stattfindet. Getreu dem Motto „Wer segeln will, muss schwimmen lernen.“

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2015 | 11:38 Uhr

Täglich werden es mehr. Die Initiatoren der Bewegung „Katzheide: Ja!“ haben in nur sechs Wochen genau 5690 Unterschriften für den Erhalt des beliebten Freibades auf dem Kieler Ostufer gesammelt. Bis zum 1. Oktober wollen sie das geforderte Quorum von knapp 8000 Unterstützern erreichen – dann muss die Stadt eine offizielle Einwohnerbefragung abhalten. Erklärtes Ziel der Aktiven ist es, dass das Bürgerbegehren zu Katzheide am gleichen Tag wie die angekündigte Abstimmung über die Olympia-Bewerbung über die Bühne geht. Termin wäre der 29. November.

Die Bedingungen sind klar. 4 Prozent der Wahlberechtigten der letzten Kommunalwahl müssen ihren Wilhelm unter den Aufruf zum Erhalt des Freibades setzen. Das sind genau 7996, wie Andreas Regner vom Verein „Katzheide: Ja!“ erklärt. 5604 Unterschriften hatte die Initiative gestern Abend bei Beginn eines kleinen Pressgesprächs schon eingetütet – da brachte Markus Sobotta, ehemals Vize-Vorsitzender im Ortsbeirat Gaarden – die nächste Liste vorbei. Der aktuelle Stand liegt jetzt bei 5690.

Dass die fehlenden Unterschriften in den nächsten Wochen erreicht werden, daran haben auch Hartmut Jöhnk und Uwe Hagge, Pastor in der Gaardener Sozialkirche, keinen Zweifel. In gut 100 Geschäften liegen die Listen aus, selbst Arztpraxen beteiligen sich an der Sammlung. Nach Auskunft der Aktiven erfahren sie nicht nur auf dem Ostufer Unterstützung. Aktionen etwa in der Holtenauer Straße, beim Wochenmarkt auf dem Exer oder wie jüngst am Rande der „Nabucco“-Übertragung auf dem Blücherplatz zeigen, dass „Katzheide ein Thema für ganz Kiel ist“.

Und zwar über die Generationen hinweg. Oft hat schon der Opa im Freibad auf dem Ostufer die ersten Kraulzüge gemacht und später seinen Kindern dort das Schwimmen beigebracht. „Katzheide ist für viele Menschen ein Begriff“, sagt Hagge. „Das müssen wir gar nicht erklären.“

Angesichts der weitreichenden Sympathie für den Appell der Initiative hat Jöhnk bereits ein leichtes Umdenken bei den Verantwortlichen in der Stadt und in der Politik ausgemacht. Von der ursprünglichen harten Linie, Katzheide auf jeden Fall in den nächsten Jahren zu schließen, habe man Abstand genommen. „Viele machen sich Gedanken. Sieben Ratsherren zeigen sich gesprächsbereit. Das ist ein gutes Zeichen.“ Hagge meint, dass die Verantwortlichen im Rathaus die Bedeutung dieses Thema schlicht unterschätzt haben.

Bekanntlich will die Stadt die Bevölkerung am 29. November an die Wahlurnen rufen, um über Olympia abzustimmen. Am liebsten wäre es den Katzheide-Freunden, wenn an diesem Tag auch ihr Bürgerbegehren laufen könnte. Ihr Aufkleber mit der schwarzen Katze Heide trägt eine Anspielung auf den weltweit größten Sportwettkampf: „Wer segeln will, muss schwimmen lernen.“ Eine Garantie, dass beide Abstimmungen am gleichen Tag laufen, gibt es laut Jöhnk natürlich nicht. „Aber dann muss die Stadt öffentlich erklären, warum sie extra viel Geld für einen zweiten Termin mit dem Bürgerbegehren ausgeben will.“
 

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