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Urteil in Kiel : 55-Jähriger köpft sechs Katzenbabys mit Axt

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Der Angeklagte darf drei Jahre lang keine Katzen mehr halten. Möglicherweise sind psychische Probleme für die Tat verantwortlich.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 14:47 Uhr

Kiel | Ein Mann nimmt sich ein Beil und tötet mindestens sechs Katzenbabys. Jetzt ist der 55-Jährige in Kiel verurteilt worden. Der Kieler darf nun drei Jahre lang keine Katzen mehr halten. Das Amtsgericht verwarnte den Mann zusätzlich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Sollte er in den nächsten zwei Jahren wieder auffällig werden, muss der an psychischen Problemen leidende Angeklagte 300 Euro Strafe zahlen. Er lebt laut Aussage seines Verteidigers als Eremit am Stadtrand von Kiel und ist erwerbsunfähig.

Das brutale Vorgehen wurde bekannt, als Kieler Amtstierärzte auf eine Anzeige hin das Gelände im Juli 2013 überprüften. Dort wurden sechs nur wenige Tage alte Katzenbabys gefunden – durch ein Beil geköpft. Dem Mann, der als unbelehrbar gilt, gehören mindestens acht weitere freilaufende Katzen. Er selbst erschien nicht zum Gerichtstermin.

Versuche, die Tiere mit Fallen einzufangen, um sie zu kastrieren und an andere Halter weiter zu vermitteln, torpedierte der Angeklagte. Er zerstörte die Fallen, berichtet Amtstierärztin Dorte Tischbirek. Nicht kastrierte Katzen können zweimal pro Jahr vier bis sechs Junge bekommen.  

 

 

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