Kiel : 54-Jähriger gesteht sexuellen Missbrauch zweier Mädchen in Kleingartenkolonie

Dem arbeitslosen Familienvater werden 16 Fälle von sexuellen Kindesmissbrauchs zur Last gelegt.

shz.de von
30. Januar 2018, 14:49 Uhr

Kiel | Ein 54-jähriger Mann soll in einem Kieler Kleingartenverein jahrelang ein anfangs achtjähriges Mädchen zu sexuellen Handlungen gedrängt haben. Als das Mädchen wegzog, suchte er sich laut Anklage ein neues Opfer in der Kleingartenkolonie. Diesmal flog er sofort auf: Die Siebenjährige offenbarte sich nach dem Übergriff Ende August 2017 ihrer Mutter. Der Angeklagte kam in Untersuchungshaft.

Vor dem Kieler Landgericht legte der deutlich älter und gebrochen wirkende Mann zu Beginn des Prozesses am Dienstag ein rückhaltloses Geständnis ab, sagte sein Verteidiger. Die Öffentlichkeit war dazu ausgeschlossen worden, um die Persönlichkeitsbereiche von Opfern und Täter zu schützen.

Die Staatsanwältin wirft dem arbeitslosen Familienvater 16 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs vor. Drei der Taten seien als schwer zu bewerten. Die Übergriffe fanden laut Anklage in der Gartenlaube oder Wohnung des Mannes statt. Dabei wies er die Kinder zu sexuellen Manipulationen in ihrem Intimbereich an und bedrängte sie selbst.

Zudem fotografierte und filmte er kurze Videosequenzen, die er auf seinem Handy speicherte. Deshalb ist er auch wegen Herstellung und Besitz von Kinderpornografie angeklagt.

Beide Mädchen sind in dem Verfahren Nebenklägerinnen. Ihnen bleibt durch das Geständnis voraussichtlich eine weitere Aussage vor Gericht erspart. Das Urteil wird noch im Februar erwartet. 

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