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Anbaden : 500 „Sehleute“ bewundern 200 mutige Badegäste

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Anbaden hat mittlerweile Tradition. Am Wochenende stürzten sich bereits zum vierten Mal unerschrockene Badegäste in die kalte Ostsee. Das ist Rekord für die von Kiel-Marketing organisierte Veranstaltung.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2017 | 17:35 Uhr

Das war ein Rekord: Über 200 Mutige, viele kostümiert, wagten sich am Sonnabend beim Anbaden, der offiziellen Eröffnung der Kieler Badesaison, in die Kieler Förde. Mit 6 Grad Wassertemperatur war es immerhin ein wenig wärmer als im Vorjahr mit seinen 4 Grad. Es ließ sich sogar die Sonne hinter dünnen Schleierwolken sehen, was der Stimmung unter den Schwimmern und den 500 bis 600 „Sehleuten“ offenbar zugute kam.

Nach dem Eintreffen der Teilnehmer, nach Fitness-Check samt Körperanalyse, Ernährungsberatung und Reaktionstest der AOK Nordwest und dem Aufwärm-Programm mit Trainern des KMTV folgte pünktlich um 12.30 Uhr der Schritt ins kalte Wasser. Während das Gros der Anbader die Treppen nutzte, wagten die Mutigen unter den Mutigen den Sprung von der Brücke ins kalte Nass. Erstmals gab es in diesem Jahr auch Wasserbälle zum Spielen, was viele Badende etwas länger im Wasser hielt.

Und auch sonst war es nicht das bekannte „kurz rein und gleich wieder raus“. Viele schwammen die gut 50 Meter von einem Steg zum anderen, etliche sogar die gleiche Strecke wieder zurück. Eisbär Christoph (24) aus Kiel – Eisbären haben keine Nachnamen – war erstmals in Kiel dabei, hatte aber schon vor drei Wochen in Timmendorfer Strand die Ostsee genossen.

Für Sven Mücke aus Hamburg und seine Begleiterin mit der blauen Perücke war es ebenfalls eine Premiere. Ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sind, beantwortete der 43-jährige nach dem Bad augenzwinkernd mit: „Mal sehen, wie das Wetter ist“. Auch das erste, aber mit Sicherheit nicht das letzte Mal war es für die drei Kieler Studenten Lukas Rogel (25), Esther Röer (23) und Gerald Binzel (25). „Ich hatte es mir etwas wärmer vorgestellt“, gestand Lukas Rogel ein. Gerald Binzel nannte das Wasser kurz und knapp „überraschend frisch“.

Total begeistert war Eva-Maria Zeiske von Kiel-Marketing: „Ich bin vollauf zufrieden. Superwetter, tolle Stimmung und so viele Schwimmer wie noch nie“. Auf die wartete nach dem erfrischenden Bad ein warmes Getränk oder auch die Fass-Sauna, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Und Preise. Den Sonderpreis für die größte Gruppe ging an die 18-köpfige Gruppe „Burse“, benannt nach dem Studentenheim, in dem die Mitglieder wohnen. Den Preis für die beste Kostümierung erhielt Chris Dübbert, der als Snowboarder samt Board ins Wasser ging.
 

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