Kraftwerk : 40 Millionen für Kraftwerk – nur Vorbereitung, kein ja zum Neubau

Stadtwerke Kiel: Noch ist fraglich, welche Veränderungen die Zukunft bringt.
Stadtwerke Kiel: Noch ist fraglich, welche Veränderungen die Zukunft bringt.

Die Landeshauptstadt und das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG haben gestern weiteren Vorarbeiten für die Nachfolgelösung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK) mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro im Aufsichtsrat zugestimmt.

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04. März 2014, 04:51 Uhr

40 Millionen Euro für weitere Schritte – ein Bekenntnis zum Standort Kiel und zur geplanten neuen Anlage anstelle des Gemeinschaftskraftwerkes liest sich anders. Die Landeshauptstadt und das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG haben als Anteilseigner der Stadtwerke Kiel gestern weiteren Vorarbeiten für die Nachfolgelösung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK) mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro im Aufsichtsrat zugestimmt. Diese sollen verwendet werden für den Elektrodenkessel, die Anbindung an das Strom- und an das Gasnetz sowie die Planung und Vorbereitung auf dem Baufeld. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat das Ausschreibungsverfahren freigegeben.
Damit können die Arbeiten entsprechend dem Zeitplan für die GKK-Nachfolgelösung vorangetrieben werden, heißt es.

Allerdings heißt dieser Schritt noch nicht, dass der mehr als 200 Milionen Euro teure Nachfolgebau auch tatsächlich wie geplant gebaut wird. Roland Kress von der MVV: „Für usn ist entscheidend, dass die Nachfolgeanlage auch wirtschaftlich sinnvoll ist.“ Mit anderen Worten: Es muss sich lohnen. Schon vor Wochen wurde Kritik laut, dass MVV Energie das Kraftwerk in Kiel nicht mehr weiter verfolge, weil Investitionen in andere Projekte bessere Renditen versprächen. Dazu äußerte sich Kress gestern nicht. „Die endgültige Entscheidung muss angesichts der heftigen, energiepolitischen Veränderungen getroffen werden, sobald das möglich ist“, sagt Kress. Wann Kiel Sicherheit hat, konnte er nicht sagen. Für ihn stelle sich die Frage, ob das neue Kraftwerk gebaut wird, wie geplant am Ende des Ausschreibungsverfahrens und das könne dauern. Mit den vorbereitenden Maßnahmen sei man derzeit im Zeitplan der Stadtwerke Kiel. „Der Projektzeitplan sieht vor, dass die Nachfolgeanlage in der Heizperiode 2016/17 in Betrieb ist“, sagt Kress.

Der Konflikt um den Bau des Kraftwerks könnte die Stadtwerke Millionen kosten könnte. Das wäre dann der Fall, wenn das derzeit noch betriebene Gemeinschaftskraftwerk auf dem Kieler Ostufer auch nach dem Jahr 2015 weiter am Netz bleiben müsse. Die Mehrkosten für den Weiterbetrieb werden mit jährlich rund 18 Millionen Euro angegeben.


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