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Landgericht Kiel : 37-Jähriger gesteht Vergewaltigung in Bad Bramstedt

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Der Angeklagte hat große Erinnerungslücken, aber gesteht. Er soll eine 21-Jährige vergewaltigt haben.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 14:46 Uhr

Bad Bramstedt/Kiel | Wegen der brutalen Vergewaltigung einer jungen Frau muss sich seit Montag ein 37-jähriger Bauunternehmer vor dem Kieler Landgericht verantworten. Die 21-Jährige war in Bad Bramstedt auf dem Weg zu ihrer Ausbildungsstelle, als der Angeklagte sie plötzlich von hinten in einen Graben stieß und sich an ihr verging, wie die Staatsanwältin sagte. Das Opfer leide noch heute an den psychischen Folgen und könne nicht allein sein. Der 37-Jährige räumte vor Gericht die Tat ein, allerdings mit großen Erinnerungslücken.

Das Urteil könnte bereits am 19. April fallen. Der Geschäftsmann, der seit mehreren Jahren Subunternehmer bei Bauvorhaben ist, gab an, er habe vor der Tat am 20. September 2015 viel getrunken und aufputschende Tabletten genommen. Die Tat hätte nicht geschehen dürfen, sagte der Angeklagte, der mit Frau und zwei Kindern lebt. „Ich habe in meinem Leben einer Frau noch nie etwas Schlimmes getan.“

Weil er sich vor Gericht nur lückenhaft an die Tat erinnerte, musste auch sein Opfer vor Gericht aussagen. Der Verteidiger hatte das Geständnis im Rahmen einer Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwältin, Nebenklage und Verteidiger angeregt. Schon vor dem Prozess hatte er dem Opfer im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs ein Schmerzensgeld gezahlt und auch dadurch die Aussicht auf eine relativ milde Strafe ermöglicht. Dafür wurde dem Angeklagten ein maximales Strafmaß von drei Jahren zugesichert.

Der Mann kam kurz nach dem Verbrechen in Untersuchungshaft. Er wurde unter anderem durch Überwachungsvideos sowie DNA-Spuren überführt. Das Urteil könnte bereits am 19. April fallen.   

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