Rudern gegen Krebs : 35 000 Euro als Erlös der Regatta

Für die Spende haben sie sich in die Riemen gelegt: Sabine Köhler (RGG), Astrid Schulz (SKK), Claus Feucht (Leben mit Krebs), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Rolf Kalippka (RGG), Karin Peter (Leben mit Krebs), Roland Ventzke (SKK), Maja Darmstadt (Schüler-Rudervereine), Bernd Klose (EKRC) und Thomas Wessolowski (SKK).  Suhr
Für die Spende haben sie sich in die Riemen gelegt: Sabine Köhler (RGG), Astrid Schulz (SKK), Claus Feucht (Leben mit Krebs), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Rolf Kalippka (RGG), Karin Peter (Leben mit Krebs), Roland Ventzke (SKK), Maja Darmstadt (Schüler-Rudervereine), Bernd Klose (EKRC) und Thomas Wessolowski (SKK). Suhr

Bereits zum neunten Mal fand im Sommer die Regatta „Rudern gegen Krebs“ an der Kiellinie statt. Mit dem Erlös von 35 000 Euro wird der Job der Sporttherapeutin Astrid Schulz finanziert.

shz.de von
26. November 2018, 19:31 Uhr

Initiatoren sind die Stiftung „Leben mit Krebs“, das Städtische Krankenhaus (SKK) sowie die Rudergesellschaft Germania Kiel, der Erste Kieler Ruder-Club und die Schüler-Rudervereine. Das Ergebnis ist ein Erlös von 35 000 Euro, den Claus Feucht von „Leben mit Krebs“ gestern an den Oberbürgermeister und Schirmherren Ulf Kämpfer sowie an Roland Ventzke und Astrid Schulz vom SKK überreichte.

Mit dem Geld wird die Stelle der Sportwissenschaftlerin und Physiotherapeutin Astrid Schulz finanziert, die zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Wessolowski das Projekt „Sport & Krebs“ leitet. Es richtet sich an alle aktuellen und früheren Krebspatienten – unabhängig davon, ob sie im SKK behandelt wurden.

Die Palette der Angebote reicht von Bewegungstherapie und Aquafit über Pilates und Physiotraining bis zum Rudern. Neben physischen Verbesserungen wie Verbesserung der Ausdauer und dem Entgegenwirken des durch die Chemotherapie bedingten Ermüdungssyndroms „Fatigue“ soll das Sportangebot auch die psychische Verfassung der Patienten positiv beeinflussen. „Die Teilnehmer können sich austauschen, sie sehen, dass sie trotz ihrer Krankheit etwas leisten können. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, die Menschen nehmen am Leben teil“, sagen Astrid Schulz und Thomas Wessolowski.

Insgesamt nutzen zurzeit über 80 Patienten das Angebot, 25 legen sich regelmäßig donnerstags auf der Förde in die Riemen. Seit 2010 gibt es das Projekt des Städtischen Krankenhauses, genauso lange wird es durch „Leben mit Krebs“ und somit durch die Regatten finanziert, die nicht nur in Kiel stattfinden. „Seit 2005 haben wir bei ,Rudern gegen Krebs‘ 100 Regatten gefahren“, sagte Claus Feucht nicht ohne einen gewissen Stolz. „Das ist ein sinnvolles Projekt, das ich als alter Ruderer gerne unterstütze“, fügte der Oberbürgermeister an.

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