Verträge unterzeichnet : 120-Millionen-Euro-Projekt in Kiel: 415 neue Wohnungen an der Hörn

Direkt neben der Hörn soll das neue Quartier entstehen, zu erkennen an den hellgrauen Gebäuden. Die dunkelgrauen Komplexe weisen auf vorhandene oder spätere Bebauung hin.
Direkt neben der Hörn soll das neue Quartier entstehen, zu erkennen an den hellgrauen Gebäuden. Die dunkelgrauen Komplexe weisen auf vorhandene oder spätere Bebauung hin.

Die Projektgemeinschaft Hörnbebauung und die Stadt haben sich geeinigt. Baubeginn für das 120-Millionen-Euro-Projekt soll 2019 sein.

shz.de von
13. Juli 2018, 18:18 Uhr

Kiel | Die Hörn mausert sich zum attraktiven städtischen Wohngebiet. Auf der einstigen Industriebrache auf dem Kieler Ostufer sollen auf drei Baufeldern insgesamt 415 Wohnungen sowie zusätzliche Büroflächen entstehen. Unter Federführung der eigens gegründeten Projektgemeinschaft Hörnbebauung beteiligen sich neun Unternehmen an dem Vorhaben. Die Investitionen liegen in einer Größenordnung von 120 Millionen Euro. Schon im kommenden Jahr sollen sich auf dem Areal hinter dem Willy-Brandt-Ufer die Baukräne drehen.

„Wir sind in eine verbindliche Vertragsbeziehung mit der Stadt eingetreten“, freut sich Ulrik Schlenz nach den jahrelangen Verhandlungen über die Unterschriften, die jetzt im Rathaus unter die Verträge gesetzt wurden. Schlenz ist Geschäftsführer der Wankendorfer Baugenossenschaft und Sprecher der Projektgemeinschaft.

Die Abmachung mit der Stadt sieht vor, dass nördlich und südlich der Halle 400 die jeweils sechs- bis siebengeschossigen Gebäude hochgezogen werden. Das genaue Aussehen steht noch nicht fest. Derzeit liegt ein gutes Dutzend verschiedener Entwürfe von Architektenbüros vor, bis zum Jahresende sollen Entscheidungen fallen, damit 2019 die Baukolonnen anrücken können.

„Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs kann sich dann auch die Öffentlichkeit ein besseres Bild vom Ensemble machen“, kündigt Ronald Klein-Knott an. Der frühere Kieler Stadtbaurat koordiniert heute als Vorstand der GEV (Gesellschaft für Entwicklung und Vermarktung) das Verfahren an der Hörn. Blechkarossen sollen das Bild im neuen Quartier nicht prägen. Stattdessen sollen Tiefgaragen die Autos der künftigen Bewohner aufnehmen.An der lukrativen Wasserseite werden vorwiegend Eigentumswohnungen entstehen. In zweiter Reihe sind dann Mietwohnungen vorgesehen. 85 der insgesamt 415 Einheiten erhalten eine Förderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. Diese Quote von 20 Prozent fällt damit hinter die aktuelle Ein-Drittel-Forderung der Kieler Ratsversammlung zurück. Florian Gosmann vom städtischen Planungsamt verweist auf die lange Verhandlungszeit. Und zu Beginn der Gespräche über die Hörnbauten hätten eben noch andere Bedingungen gegolten.

Zur Projektgemeinschaft Hörnbebauung gehören:

  • BPB ( Bauträger, Projektentwicklungs und Bauerschließungs GmbH), Hamburg
  • Frank Heimbau Nord, Kiel
  • Genossenschaftliches Wohnungsunternehmen Eckernförde
  • GEV (Gesellschaft für Entwicklung und Vermarktung), Hamburg
  • Halle 400 GbR, Kiel
  • Haus und Grund Kiel und Umgebung
  • Kieler Stadthaus GmbH
  • NGEG (Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH), Kiel
  • Wankendorfer Baugenossenschaft, Kiel
     
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