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An der Förde war was los : 10 000 Enten, 80 000 Zweibeiner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei herrlich-sonnigem Wetter lockten das Kids-Festival und das traditionelle Entenrennen Groß und Klein in Scharen an die Kiellinie. Positiver Nebeneffekt: aber „Inka“ sein. Inka, die Kieler Initiative gegen Kinderarmut, darf sich über 60 000 bis 70 000 Euro freuen.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2017 | 18:40 Uhr

10  000 Rennenten á 80 Gramm ergeben 800 Kilogramm Gummigeflügel – das gestern bei strahlendem Sonnenschein zum 12. Entenrennen der Kieler Lions und Leos in der Förde vor dem Landeshaus an den Start ging. Zeitgleich lief an der Kiellinie auch das Kids-Festival, der Zuspruch war riesig.

Zunächst starteten beim Entenrennen die Großenten der Sponsoren. Das Gummitier der Müllverbrennung Kiel (MVK) landete auf Platz 1, gefolgt von den quietschigen Konkurrenten der Agentur New Communication und der Akademie Bäck. Das Hauptrennen der kleinen gelben Enten unter der neuen Leitung von Olaf Kahlke und Daniel Benedict begann mit einer technischen Panne: Der Sack mit den 10000 Enten öffnete sich nicht. Das aber wurde schnell behoben, schließlich unterstützen Technisches Hilfswerk und die Kieler Berufsfeuerwehr das bundesweit erfolgreichste Entenrennen seiner Art. Nach kurzer Verzögerung machten sich die Enten auf den Weg zum Ziel, das Ufer der Kiellinie war von Zuschauern wieder dicht gesäumt.

Nicht nur das Wetter war gut, parallel fand am Wochenende auch das 18. Kids-Festival statt. Stefanie Wulf vom Eventbüro Kiel, das das Kids-Festival organisiert, schätzte die Zahl der kleinen und großen Gäste an den drei Tagen auf gut 80  000, die meisten Besucher kamen gestern an die Förde. Der Nachwuchs konnte an über 100 Aktionen teilnehmen. Die Palette reichte vom Bobbycar-Parcours über den Kletterturm und die Kistenrollbahn bis hin zum Segel- und Surfsimulator, dem Forschungsschiff „Littorina“ oder dem Zirkus Beppolino.

„Wir hätten allerdings gerne noch mehr Vereine, die sich vorstellen“, sagte Stefanie Wulf. Da gingen die Pfadfinder von St. Georg mit gutem Beispiel voran. „Wir sind dabei, hier einen Pfadfinderstamm aufzubauen“, erklärte Jörg Thon. von den Pfadfindern.

Nele (5) bastelte sich an deren Stand ein Tic-Tac-Toe-Spiel, während Papa Roland Dembowsky daneben saß und aufpasste. Später ging es dann zum Entenrennen. Auch Mirja und Björn Jensen aus Kiel, deren Kinder Paula (5) und Kalle (3) den Fun-Run-Parcours gerade bravourös bewältigten, wollten später ihren beiden Enten die Daumen drücken. Preise im Gesamtwert von rund 20  000 Euro waren für die Besitzer der 135 schnellsten Enten vorgesehen, die Gewinnerlisten des Entenrennens sind ab sofort unter entenrennen-kiel.de abrufbar. Hauptgewinner wird aber „Inka“ sein. Diese Kieler Initiative gegen Kinderarmut wird den Erlös des Rennens erhalten. „Wir hoffen, dass es wieder zwischen 60  000 und 70  000 Euro werden“, so Daniel Benedict.  

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