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Hamburg : Zwischenfälle nach friedlicher Kurdendemonstration

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Die dritte Nacht in Folge halten Proteste von Kurden die Hamburger Polizei auf Trab. Nach den Auseinandersetzungen mit 14 Verletzten in der Nacht zum Mittwoch befürchten die Beamten neue Gewalt.

Hamburg | Nach einer friedlichen Demonstration von mehr als 1000 Kurden ist es am Mittwochabend in Hamburg zu Zwischenfällen gekommen. Nach dem offiziellen Ende des Protests gegen die Angriffe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf kurdische Städte in Syrien zog ein Teil der Demonstranten weiter in den Stadtteil St. Georg, wo sie nach Polizeiangaben Flaschen und auch einige Steine warfen.

Ziel der Angriffe war nach Beobachtung eines dpa-Fotografen ein Internetgeschäft. Schließlich marschierten geschätzt 500 Kurden zum Hauptbahnhof, wo ein Teil von ihnen in die S-Bahn stieg. Die übrigen etwa 150 Demonstranten gingen zurück zum Steindamm, wo es in der Nacht zuvor schon zu schweren Zusammenstößen mit mutmaßlichen Islamisten vor einer Moschee gekommen war. Die Stimmung sei sehr aggressiv gewesen, sagte der Fotograf. Es wurden lautstark Parolen gerufen.

Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, um die verschiedenen Gruppen zu begleiten. Es seien mehrere Personen in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten auch Gegenstände wie Messer und eine Machete beschlagnahmt. An der zunächst friedlichen Demonstration durch Altona zur Sternschanze hatten insgesamt etwa 1300 Menschen teilgenommen, unter denen nach Polizeiangaben auch rund 120 Angehörige des linken Spektrums waren.

Die Demonstranten forderten Unterstützung für die Kurden in Syrien und Freiheit für Abdullah Öcalan, den Chef der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und mutmaßlich salafistischen Muslimen in der Nacht zum Mittwoch waren 14 Menschen teilweise schwer verletzt worden.

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erstellt am 08.Okt.2014 | 22:18 Uhr

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