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Baubeginn in Hamburg : Zweitgrößtes Wohngebiet entsteht in Altona

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Die Stadtentwicklung in Hamburg schreitet voran: Nach der Hafencity wird in Altona das nächste Projekt in Angriff genommen. Seit 2010 laufen die Vorarbeiten, nun folgt der Spatenstich für 1600 Wohnungen.

Hamburg | Nach Hamburgs größtem Städtebauprojekt in der Hafencity erhält jetzt der Stadtteil Altona einen kräftigen Schub. Am Dienstag (14 Uhr) wird in der Harkortstraße der erste Spatenstich auf dem zweitgrößten Neubaugebiet der Stadt gesetzt. Auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs und alten Brauereiflächen (rund zwölf Hektar) sollen in einem ersten Bauabschnitt etwa 1600 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbetreibende und Einzelhändler entstehen. Die Geschäfte werden vorwiegend in ehemaligen Güterhallen untergebracht, die unter Denkmalschutz stehen. Zum Spatenstich werden neben Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) auch die Investoren erwartet, darunter ECE-Chef Alexander Otto und der Vorstandschef der Aurelis Real Estate, Joachim Wieland.

„Derzeit laufen die Bauvorbereitungen auf dem Gelände“, sagte ein Sprecher der Stadtentwicklungsbehörde. Dazu gehören unter anderem Versorgungsleitungen für Wasser und Strom, die Kanalisation und Baustraßen - diese Arbeiten dürften bis Mitte nächsten Jahres dauern. Bis zum Frühsommer 2015 werden noch hochbauliche Wettbewerbe abgeschlossen. Danach wird auf den Architekturplänen sichtbar sein, welche Grundrisse und Fassaden die Bauten haben werden.

Der seit 2011 regierende SPD-Senat hat das Ziel, jedes Jahr 6000 neue Wohnungen zu schaffen. 2013 wurde das Ziel mit 6407 fertiggestellten Wohnungen übertroffen, das waren 2614 mehr als im Vorjahr.

Die geplanten Wohnungen auf dem Areal „Altona-Nord 26“ sollen ähnlich wie in der Nachbarschaft in Blockform mit maximal acht Geschossen gebaut werden. Ein Drittel der Wohnungen werden Sozialwohnungen, je ein weiteres Drittel zu mieten oder zu kaufen sein. Ein Fünftel der geplanten Geschossfläche geht an Baugemeinschaften. Das Herzstück zwischen den Wohnblöcken wird ein rund 2,7 Hektar großer Park mit Wasserflächen. Kinder können in einer neuen Kita mit rund 300 Plätzen untergebracht werden oder eine von zwei Schulen besuchen. Fahrradfahrer und Fußgänger sollen Vorrang vor Autos erhalten, so dass die künftigen Bewohner im Quartier auf eigene Autos möglichst verzichten, wie die Planer hoffen.

In einem zweiten Bauabschnitt werden weitere rund 3500 Wohnungen hinzukommen. Dazu muss aber die Deutsche Bahn erst noch ihren Fernbahnhof Altona verlagern. Gleise samt Bahnhof wandern rund zwei Kilometer weiter nach Norden, zur S-Bahnstation Diebsteich. In Altona bleiben aber der vorhandene S-Bahnanschluss und ein Busbahnhof bestehen. Der neue Bahnhof soll nach bisherigen Angaben 2023 in Betrieb gehen.

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erstellt am 18.Nov.2014 | 07:27 Uhr

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