Erster Bürgermeister oder Finanzminister? : Zu seiner politischen Zukunft gibt Olaf Scholz keine Auskunft

Der SPD-Politiker gibt keine klare Auskunft über sein zukünftiges Amt. Detlef Scheel will nicht sein Nachfolger werden.
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Wohin sein Weg führt, will der Erste Bürgermeister Hamburgs nicht verraten.

Der SPD-Politiker gibt keine klare Auskunft über sein zukünftiges Amt. Detlef Scheel will nicht sein Nachfolger werden.

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08. Februar 2018, 17:15 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Einigung von Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag keine Klarheit über seine politische Zukunft geschaffen. Es sei ja nun bekannt, dass die SPD das Finanzministerium bekomme, sagte Scholz am Donnerstag bei einem Termin in Hamburg.

„Dass sich in einer solchen Situation alle Blicke auf mich richten, ist jetzt auch nicht weiter erstaunlich.“ Es sei aber vereinbart worden, bis zum Abschluss der SPD-Mitgliederbefragung keine Auskünfte über die geplante Kabinettszusammensetzung zu geben, sagte Scholz. Der 59-Jährige soll nach dpa-Informationen in einer Großen Koalition Finanzminister und Vizekanzler werden.

Für Hamburgs CDU-Fraktionschef André Trepoll geht die Amtszeit von Olaf Scholz (SPD) als Bürgermeister unabhängig vom Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids zu Ende.

Detlef Scheele will nicht Erster Bürgermeister werden

Derweilen wird über mögliche Nachfolger spekuliert. Unter anderem wird Andreas Dressel als aussichtsreicher Kandidat gehandelt. Auch Detlef Scheele, aktuell Chef der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, wurde von den Medien ins Spiel gebracht.

Der frühere Hamburger Sozialsenator ist heute Chef der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.
Foto: Daniel Karmann
Der frühere Hamburger Sozialsenator ist heute Chef der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.
 

Der Vorstandschef steht allerdings nicht als Nachfolger des voraussichtlich ins Bundeskabinett wechselnden Ersten Hamburger Bürgermeisters zur Verfügung. In einer Mitteilung erklärte der frühere Hamburger Sozialsenator am Donnerstag, er sei seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur. „Das bin ich sehr gern, und das will ich weitermachen.“

Der Koalitionsvertrag habe der Bundesagentur-Führung die eine oder andere zusätzliche Aufgabe übertragen, die jetzt angegangen werden müsse. „Es gibt also keinen Grund für mich, meine berufliche Position zu verändern. Falls es notwendig wird, gibt es sicher gute und geeignete Kandidatinnen und Kandidaten in Hamburg für das Amt des Erstem Bürgermeisters“, betonte Scheele.

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