Stefan Gwildis : „Zu Jazz kann man prima Sex haben“

Hallo Flensburg! Stefan Gwildis freundete sich sofort mit dem Publikum an und präsentierte sich in Bestform.
Stefan Gwildis bei einem Konzert im Januar 2014 in Flensburg.

Der Hamburger Sänger will mit Vorurteilen gegen Jazz aufräumen. Und gibt deshalb einer Frauenzeitschrift ein Interview.

shz.de von
20. Juni 2014, 12:17 Uhr

Hamburg | Musiker Stefan Gwildis (55) räumt mit verstaubten Jazz-Klischees auf. „Bei Jazz denken ja viele immer noch an Oberstufenlehrer, bisschen Bart im Gesicht, f-Moll, Kreuz neun“, sagte der Hamburger Sänger der Zeitschrift „Für Sie“. Doch für ihn bedeute diese Musik viel mehr. „Jazz hat einen unglaublichen Swing - danach kann man wunderbar tanzen!“, meinte Gwildis.

„Und wer sagt eigentlich, dass Jazz keine Beischlafmusik ist? Ich kann aus dem Stand fünf Alben nennen, zu denen man prima Sex haben kann!“  Auf die Frage, ob sein später Erfolg - 2003 wurde er mit dem Soul-Album „Neues Spiel“ bundesweit bekannt - Fluch oder Segen gewesen sei, antwortete er: „Segen. Denn kommt der Erfolg zu früh, ist die Gefahr groß, dass du die Orientierung verlierst.“

Glücklicherweise habe er immer Familie gehabt und war mit Kindern zusammen. „Die norden einen ein“, meinte der Musiker, der mit Frau und Sohn in der Hansestadt wohnt. „Wenn du dich am Wickeltisch bückst und dir läuft ein warmer Strahl über den Nacken, dann weißt du: Ach ja, Das ist das wahre Leben.“ 

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