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Silvester-Übergriffe in Hamburg : ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ bringt neue Hinweise

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Aufklärungsarbeit der sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht gestaltet sich schwierig. Zu Tätern in Hamburg könnten nach der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ neue Spuren führen.

Hamburg | Ein Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ zu den Silvester-Übergriffen in Hamburg und zu drei Tatverdächtigen hat nach Angaben des Senders ein großes Zuschauerecho ausgelöst. Mehrere Anrufer glaubten, die Männer anhand der gezeigten Bilder erkannt zu haben, sagte eine ZDF-Sprecherin am Donnerstag.

Seit den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in mehreren deutschen Städten sucht die Polizei nach den Tätern. Bisher gab es einige Festnahmen, viele Beschuldigte konnten allerdings noch nicht identifiziert werden. Für die Ermittler ist das Auffinden eine sehr umfangreiche Arbeit, weil die Täter in großen Menschenmengen auftraten und hier die Frauen belästigten. Zudem handelt es sich um eine große Anzahl an Tätern.

Zu Beginn der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst" am Mittwochabend erklärt Steffen Hitschke, Leiter der Emittlungsgruppe „Silvester“ beim Landeskriminalamt, nach welchen Tätern die Polizei in Hamburg sucht:

Die sexuellen Übergriffe, die es auch in anderen deutschen Städten, darunter Düsseldorf, Köln und Stuttgart gab, geschahen in Hamburg auf der Partymeile „Große Freiheit" im Stadtteil St. Pauli. Der genaue Tatort, an dem sich eine große Menschenmenge versammelt hatte, lag in Höhe des Lokals „Superfly“. Auf Bildern sind die Täter zu sehen:

Dieser Täter trägt ein auffälliges Cappy mit „NY“-Aufdruck.

Dieser Täter trägt ein auffälliges Cappy mit „NY“-Aufdruck.

Foto: Polizeipresse Hamburg
 
Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach einem weiteren Tatverdächtigen.

Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach einem weiteren Tatverdächtigen. Er soll „massive sexuelle Handlungen“ an einer jungen Frau vorgenommen haben.

Foto: Polizeipresse Hamburg

Offenbar hat sich der Aufruf gelohnt. Von den Fernsehzuschauern gehen bei der Polizei neue Hinweise ein, die zu den Tätern führen könnten. So sei zweimal auf Einrichtungen in Hamburg verwiesen worden, in denen sich mindestens einer der Männer zwischenzeitlich aufgehalten haben soll. Eine Sprecherin der Hamburger Polizei wusste allerdings von nur drei Hinweisen bis zum Morgen. Den Gesuchten wird sexuelle Nötigung vorgeworfen, einem von ihnen auch Vergewaltigung.

Im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht gingen bei der Hamburger Polizei bis Anfang Februar 236 Strafanzeigen ein. 393 Frauen wurden demnach Opfer der Übergriffe. Drei Tatverdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 11:47 Uhr

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