Zehn Jahre Hamburger Theaterfestival : Zahlreiche Stars und ein „Chor des Hasses“ zum Jubiläum

Heiko Maas, Bundesaußenminister.
Ist neben Ursula von der Leyen und Cem Özdemir auch einer der Gäste beim Theaterfestival: Bundesaußenminister Heiko Maas.

Das Festival zeigt Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum. 2018 sind auch Politiker wie Ursula von der Leyen dabei.

shz.de von
08. Juni 2018, 14:43 Uhr

Hamburg | Seit Jahren lockt das Hamburger Theaterfestival Schauspielstars wie Corinna Harfouch, Birgit Minichmayr, Jörg Hartmann oder Ulrich Matthes in die Hansestadt. „2008 war es ein gewagter Plan: Ein Theaterfestival für Hamburg, in Eigeninitiative, getragen von einer gemeinnützigen Stiftung, von Spenden großzügiger Bürger, Stiftungen und Unternehmen“, sagte Festivalleiter Nikolaus Besch am Freitag in Hamburg. „Heute können wir dankbar und froh sagen: Die Idee war goldrichtig!“ Auch zum zehnjährigen Jubiläum stehen vom 20. September bis zum 27. November nach Angaben der Veranstalter wieder wegweisende Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum auf dem Programm.

Eingeladen sind in diesem Jahr unter anderem:

  • das Wiener Burgtheater mit „Vor Sonnenaufgang“ nach Gerhart Hauptmann (Regie: Dusan David Parízek)
  • das Residenztheater München mit „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ von Rainer Werner Fassbinder (Regie: Martin Kusej)
  • und das Deutsche Theater Berlin mit „Tod eines Handlungsreisenden“ (Regie: Bastian Kraft).

Auf der Bühne stehen Schauspielstars wie Michael Maertens, Bibiana Beglau, Sophie von Kessel, Ulrich Matthes, Lars Eidinger, Jörg Hartmann und Katharina Schüttler.

Daneben werden auch speziell für das Festival konzipierte Produktionen präsentiert:

  • „Chor des Hasses“ nach einer Idee von „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo
  • „Zündstoffe“ mit Ulrich Matthes
  • und zum zweiten Mal eine „Leseprobe“, diesmal mit Catrin Striebeck, Constanze Becker und Florian Lukas.

Beim „Chor des Hasses“, eingerichtet von Ulrich Waller, werden prominente Schauspieler dem „Chor der Unsichtbaren“ eine Stimme geben und Hassbriefe an Politiker lesen. Anschließend werden die Adressaten der Hassmails, darunter Politiker wie Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Außenminister Heiko Maas (SPD) und Grünen-Politiker Cem Özdemir mit Giovanni di Lorenzo darüber sprechen, wie sie als Politiker mit diesen Kommentaren umgehen.

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