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Hamburg : Youtuber ApoRed wegen Bomben-Prank zu Bewährungsstrafe verurteilt

vom
Aus der Onlineredaktion

Für ein Video mit versteckter Kamera deutete der Hamburger Youtuber eine Bombendrohung an. Dafür wurde er nun verknackt.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Hamburg | Der Youtuber Ahmad Ahad, alias ApoRed, wurde am Mittwoch vom Hamburger Amtsgericht wegen eines sogenannten Pranks mit einer vermeintlichen Bombe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das bestätigte ein Gerichtssprecher gegenüber shz.de. Der zweite Angeklagte erhielt eine Geldstrafe von 220 Tagessätzen à zehn Euro.

ApoRed hatte im Juli 2016 zusammen mit einem Kumpel, der mit ihm auf der Anklagebank saß, mit versteckter Kamera gefilmt, wie sie vor Menschen in der Hamburger Innenstadt eine Tasche mit einer vermeintlichen Bombe ablegten. An einem Geldautomaten der Hamburger Sparkasse soll der Schrecken bei drei Passanten zu länger andauernden Beeinträchtigungen geführt haben. Das stand im Mittelpunkt der Verhandlungen.

Den beiden Angeklagten wurde vorsätzliche Körperverletzung, Nötigung und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vorgeworfen. Zudem wurde ApoRed wegen der Veröffentlichung der Videos auch eine Straftat nach § 33 KUG vorgehalten. Offenbar fehlte dem Youtuber die Einwilligung seiner Prank-Opfer, das Material online zu stellen. Apored saß bereits vor der Verhandlung am Mittwoch in Untersuchungshaft, weil er einen ersten Prozesstermin nicht wahrnahm.

Nach der großen Kritik an seinem Film hatte Ahad das Video wieder recht bald von der Video-Plattform gelöscht. Bei Youtube ist mittlerweile nur noch ein Re-Upload zu finden.

Auf Youtube zählen Pranks zu den beliebtesten Formaten: Mit den Streiche-Videos haben die Filmer die Lacher der Kinder und Jugendlichen meist auf ihrer Seite. Sie orientieren sich dabei am bewährten „Verstehen Sie Spaß“-Format und spielen Freunden oder auch zufälligen Passanten mit versteckter Kamera einen Streich.

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