Hamburg : Wohnhaus von Schriftsteller Siegfried Lenz in Othmarschen wird abgerissen

Siegfried Lenz im Jahr 2008 in seinem Haus im Stadtteil Othmarschen.

Siegfried Lenz im Jahr 2008 in seinem Haus im Stadtteil Othmarschen.

Das Haus ist für ein Museum zu klein und außerdem baufällig. Der Abriss soll bereits in der kommenden Woche starten.

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16. November 2017, 17:18 Uhr

Das ehemalige Wohnhaus des Hamburger Schriftstellers Siegfried Lenz (1926-2014) wird abgerissen. Der Abrissantrag sei von den zuständigen Behörden genehmigt worden, berichtete das „Hamburg Journal“ des NDR Fernsehens am Donnerstag unter Berufung auf die Siegfried Lenz Stiftung. Nach deren Angaben ist das Haus nicht denkmalgeschützt und für ein Museum zu klein. Das Grundstück bleibe jedoch in Familienbesitz, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Günter Berg, dem Nachrichten-Journal.

Lenz hatte in seinen letzten Lebensjahren nur noch zeitweise in dem Haus in Othmarschen gewohnt, das er 1963 bezogen hatte. Es galt als baufällig. Der Abriss solle Ende kommender Woche beginnen, berichtete das „Hamburg Journal“.

In Hamburg kümmert sich die Lenz-Stiftung um das Gedenken an den Schriftsteller. Der literarische Nachlass des Autors („Deutschstunde“) wird vom Deutschen Literaturarchiv Marbach verwaltet. Auf dem Grundstück soll ein Haus mit drei Wohneinheiten errichtet werden, eine Wohnung ist nach Angaben der Stiftung für Lenz' Witwe vorgesehen.

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