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Von Sachsen nach Schleswig-Holstein : Wissenschaftsjahr: 575 Kilometer durch die Elbe schwimmen

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In 19 Etappen zwischen 16 und 47 Kilometern will die Schwimmstaffel auf den hohen Wert sauberer Flüsse aufmerksam machen.

Berlin/Hamburg | Wissenschaft zum Reinspringen: Mit einer mehr als 500 Kilometer langen Schwimmstaffel in der Elbe wollen Forscher im Juni und Juli drei Wochen lang auf den hohen Wert sauberer Flüsse aufmerksam machen. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres Meere und Ozeane können sich rund 200 erwachsene Schwimmer bis zum 15. Mai für die Staffel anmelden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Nach ihren Angaben ist es die größte Freiwasser-Schwimmstaffel Deutschlands. Noch nie zuvor sei eine Staffel 575 Kilometer durch die Elbe geschwommen.

Die Sport- und Forschungsaktion startet am 24. Juni im sächsischen Bad Schandau und endet am 12. Juli in Geesthacht (Schleswig Holstein). In Einzeletappen von bis zu vier Kilometern Länge ziehen die Schwimmer in sechs Bundesländern ihre Bahnen: Neben Sachsen führt die Strecke durch Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein. Geplant sind insgesamt 19 Tagesetappen zwischen 16 und 47 Kilometern Länge. Boote mit Rettungsschwimmern begleiten die Staffel.

Die ungewöhnliche Initiative soll darauf hinweisen, wie stark Mensch und Umwelt von einem sauberen Fluss profitieren. 1990, kurz nach dem Mauerfall, glich der deutsch-deutsche Grenzfluss Elbe einer stinkenden Kloake, in der Fische starben. Hauptursache waren ungenügend oder gar nicht gereinigte kommunale, landwirtschaftliche und industrielle Abwässer in der DDR. Heute hat der 1091 Kilometer lange Fluss durch Schutzprogramme an vielen Stellen bereits Badewasserqualität.

Die Schwimmstaffel wird von drei Forschungsprojekten wissenschaftlich begleitet. Die Technische Universität Berlin untersucht Plastikteilchen im Wasserkreislauf. Das Karlsruher Institut für Technologie macht eine Gewässeranalyse. Die Technische Universität Dresden setzt ihren Schwerpunkt auf grenzübergreifenden Hochwasserschutz und naturnahe Gewässerentwicklung.

Im deutschen Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ geht es bis zum Sommer um Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung.

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erstellt am 26.Apr.2017 | 13:49 Uhr

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