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Ehe in HH : Weniger Scheidungen in Deutschland - außer in Hamburg

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Im vergangenen Jahr wurde etwa jede sechste Ehe nach der Silberhochzeit geschieden, 1991 dagegen nur jede Elfte.

Wiesbaden/Hamburg | In Deutschland ist die Zahl der Scheidungen insgesamt gesunken - in Hamburg ist sie dagegen leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in der Hansestadt 3204 Ehen aufgelöst, das waren 14 mehr als in 2015. Deutschlandweit halten die Ehen demnach länger, und die Zahl der Scheidungen sinkt seit 2011 stetig weiter. Genau 162.397 Ehen wurden im vergangenen Jahr geschieden, fast 1000 oder 0,6 Prozent weniger als 2015, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Eine geschiedene Ehe dauerte 2016 im Durchschnitt 15 Jahre und damit so lange wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Dies liegt allerdings auch daran, dass immer mehr Ehen erst nach der Silberhochzeit geschieden werden und sich somit der Durchschnittswert erhöht: Im vergangenen Jahr war das etwa jede Sechste, 1991 dagegen nur jede Elfte. Im Vergleich zum Vorjahr bestanden die Ehen 2016 bei der Scheidung im Durchschnitt einen Monat länger.

Die Männer waren bei ihrer Scheidung im vergangenen Jahr durchschnittlich 46 Jahre und sieben Monate alt, die Frauen genau drei Jahre jünger. Das Durchschnittsalter der Paare bei der Scheidung war 1991 noch mehr als sieben Jahre niedriger. „Allerdings wurde damals auch noch in jüngerem Alter geheiratet“, sagen die Statistiker.

Mehr als die Hälfte der geschiedenen Paare hat minderjährige Kinder. Fast 132.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren waren somit von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Zugleich wurden 2016 auf richterlichen Beschluss 1238 eingetragene Lebenspartnerschaften aufgehoben. Das waren etwa neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt lebten im vergangenen Jahr etwa 64.500 Männer und 52.300 Frauen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

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erstellt am 11.Jul.2017 | 13:18 Uhr

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