Gravierende Mängel : Wegen Umweltverschmutzung: Frachter im Hamburger Hafen gestoppt

Die Wasserschutzpolizei leitete ein Verfahren gegen Besatzungsmitglieder ein und ordnete eine Kaution von 22.000 Euro an.

shz.de von
11. Januar 2018, 21:27 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Wasserschutzpolizei hat wegen des Verstoßes gegen diverse Umweltvorschriften Verfahren gegen mehrere Besatzungsmitglieder eines Frachtschiffes eingeleitet und eine Kaution in Höhe von knapp 22.000 Euro angeordnet. Die Verstöße seien bei einer Kontrolle des unter der Flagge Singapurs fahrenden Seeschiffs „Tokyo Triumph“ festgestellt worden, teilte die Hamburger Polizei am Donnerstag mit.

So habe unter anderem der Leitende Ingenieur des rund 366 Meter langen Frachters bei der Einfahrt in die Nordsee die Umstellung auf niedrigschwefligen Kraftstoff versäumt, was einen groben Verstoß gegen bestehende Umweltvorschriften darstelle.

Zudem wurde festgestellt, dass die vorgeschriebene Chlorierung der Schiffsabwässer in der bordeigenen Abwasserbehandlungsanlage nicht durchgeführt worden war. Auch seien in den Dokumentationen diverser Prozesse an Bord gravierende Mängel festgestellt worden. Wegen der zahlreichen Verstöße wurden gegen den 47-jährigen Kapitän, den Ersten Offizier sowie den Leitenden Ingenieur Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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