Feuer in Rothenburgsort : Was den Hamburger Hochbunker-Brand auslöste

Im August brannte ein Hochbunker in Rothenburgsort, vier Tage später in Bahrenfeld. Einer der Brände ist aufgeklärt.

shz.de von
16. November 2015, 15:44 Uhr

Hamburg | Gut drei Monate nach den Bränden in zwei Hamburger Hochbunkern hat das Landeskriminalamt einen der beiden Fälle aufgeklärt. Im August waren im Stadtteil Rothenburgsort mehr als 70 Tonnen ätherische Öle in Brand geraten, 45 Menschen wurden verletzt.

Drei Lagerarbeiter im Alter von 27, 28 und 46 Jahren hätten kurz vor dem Feuer ausgelaufene Öle im vierten Stock des Hochbunkers aufgewischt, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Weil sie die verwendeten Putzlappen nicht entsorgten, hätten sich Gase aus den ölgetränkten Stoffstücken selbst entzündet und den Brand ausgelöst.

Noch während der Löscharbeiten war es damals zu einer Explosion gekommen, bei der 45 Menschen verletzt wurden. Die drei Lagermitarbeiter müssen sich nun wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten.

Nur vier Tage später brannte es in einem Bunker in Bahrenfeld, in dem 5,5 Tonnen Pyrotechnik lagerten. Dort wurde niemand verletzt, rund 150 Anwohner konnten nach kurzer Evakuierung wieder in ihre Häuser zurück. Warum dieser Brand ausbrach, ist weiter unklar.

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