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Sozial- und Erziehungsberufe : Warnstreiks in Hamburg: Etliche Kitas bleiben geschlossen

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Die Gewerkschaft Verdi ruft in Hamburg zum Streik auf. Auf diese Weise sollen Forderungen nach einer neuen Entgeltordnung zur Aufwertung sozialer Berufe Nachdruck verliehen werden.

Hamburg | Kita-Eltern haben am Montag in Hamburg bei der Betreuung ihrer Kinder teils erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Wegen eines Warnstreiks waren mehr als 200 Kindertagesstätten geschlossen oder nur mit Notgruppen besetzt, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi sagte.

Zur Streikkundgebung vor dem Hamburger Arbeitgeberverband AVH seien rund 1500 der etwa 6000 zum Streik aufgerufenen Mitarbeiter erschienen. Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind die bundesweiten Tarifverhandlungen für Sozial- und Erziehungsberufe, die am Montag in Münster fortgesetzt werden sollen. Konkret gehe es um die Weigerung der Arbeitgeber, einer neuen Entgeltordnung zur Aufwertung sozialer Berufe zuzustimmen.

Die Gewerkschaft Verdi verlangt von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) bundesweit eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Sollten sich die Gewerkschaften durchsetzen, bedeutete dies im Schnitt ein Einkommensplus von zehn Prozent. Außerdem profitierten laut Verdi indirekt auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern, da sich diese häufig am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes orientieren.


Laut Verdi werden Kitas und Behinderteneinrichtungen bestreikt, die Mitglied im Hamburger Arbeitgeberverband AVH (Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg) sind. Dazu zählten Kitas der Elbkinder, des ASB, der Rudolf-Ballin-Stiftung und des Hamburger Schulverein von 1875. Ebenfalls verschlossene Türen drohten in Elbe-Werkstätten, im Lebenshilfewerk Hamburg sowie Einrichtungen von Fördern & Wohnen.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen sich die streikenden Erzieher, Kinderpfleger, Heilpädagogen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung zudem um 9 Uhr zu einer Kundgebung vor dem AVH-Sitz versammeln.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 06:59 Uhr

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