zur Navigation springen

IG Metall Küste : Warnstreiks in Hamburg: 16.000 Metaller im Ausstand

vom

Vor allem in den Airbus-Werken im Norden legten Zehntausende die Arbeit nieder. In der dritten Verhandlungsrunde sind sich die Tarifparteien etwas näher gekommen.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 16:33 Uhr

Hamburg | Beim Flugzeughersteller Airbus haben nach Angaben der IG Metall Küste am Donnerstag rund 12.000 Mitarbeiter in den Werken Hamburg-Finkenwerder und Stade die Arbeit niedergelegt. Damit bildet Airbus einen Schwerpunkt der Warnstreiks im Norden, an denen sich in der Region Hamburg laut Gewerkschaft rund 16.000 Arbeitnehmer beteiligt haben. Sie wollen mit den Warnstreiks ihre Kampfbereitschaft in der laufenden Tarifauseinandersetzung demonstrieren. „Nordmetall kommt nur mit Druck vom Fleck“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Mehrere Tausend Metallarbeiter kamen auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn zu einer Kundgebung zusammen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Die Tarifparteien in der norddeutschen Metallindustrie sind sich bei ihrer dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag in Hamburg ein wenig näher gekommen. Beide Seiten erklärten, sie hätten erstmals konstruktiv über das Thema Weiterbildung verhandelt. Eine Arbeitsgruppe solle im kleinen Kreis über weitere Details zu diesem Thema sprechen. Die nächste Verhandlungsrunde wurde auf den 26. Februar angesetzt. Die IG Metall will bereits am Montag (16. Februar) über ihr weiteres Vorgehen und neue Warnstreiks beraten.

Nach Ansicht der Arbeitgeber haben die Warnstreiks die Verhandlungen unnötig belastet. „Es ist schade, dass sich die IG Metall hier an der Küste kein Beispiel an ihren Kollegen in NRW genommen hat“, sagte Thomas Lambusch, der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes Nordmetall. Dort seien die Warnstreiks bis zur nächsten Verhandlung ausgesetzt. „Jetzt ist Kompromissfähigkeit statt Kampfeslust angesagt“, sagte Lambusch.

Die Gewerkschaft fordert für die 140.000 Arbeitnehmer in den Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und dem nordwestlichen Niedersachsen unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber haben bislang 2,2 Prozent angeboten. Das verspreche bei der aktuellen Null-Inflation ein deutliches Reallohnplus, erklärte Nordmetall.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen