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Illegaler Handel mit Munition : Waffen für Syrien: Hamburger vor Gericht

vom

Zehntausende Schuss Munition hat ein Mann von Hamburg aus auf dem Seeweg in den Libanon geschmuggelt. Dafür wurde er schon einmal verurteilt. Im zweiten Anlauf könnte seine Strafe milder ausfallen.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 08:35 Uhr

Hamburg | Im Prozess um Munitionsschmuggel in den Libanon will das Hamburger Landgericht am Donnerstag ein Urteil verkünden. Angeklagt ist ein 54 Jahre alter Mann, der im Jahr 2012 zweimal rund 45.000 Patronen ohne Genehmigung in den Libanon verschifft haben soll. Er war deswegen bereits im Mai 2013 zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen ihn zum Teil aufgehoben.

Deshalb muss sich das Landgericht erneut mit dem Fall befassen. Weil das Außenwirtschaftsgesetz inzwischen geändert wurde, könnte der Angeklagte mit einer milderen Strafe davonkommen. Der Mann, der seit dem 6. November wieder vor Gericht steht, sitzt bereits seit gut zwei Jahren in Untersuchungshaft. Die Munition hatte der 54-Jährige bei einem bereits rechtskräftig verurteilten Waffenhändler in Hamburg gekauft und in Gebrauchtwagen auf Schiffe geschmuggelt. Eine der Lieferungen wurde im Libanon beschlagnahmt, eine dritte mit mehr als 70.000 Patronen war im Hamburger Hafen sichergestellt worden. Die Munition sollte nach Überzeugung des Gerichts über einen ehemaligen Offizier der libanesischen Armee an den syrischen Widerstand gehen.

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