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Olympia 2024 : Vor DOSB-Empfehlung: Bleibt Hamburg auf Olympia-Kurs?

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Am Montag will das Gremium des deutschen Sports seine Olympia-Stadt 2024 empfehlen. Wird es die Hansestadt oder Berlin?

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2015 | 11:21 Uhr

Hamburg | Für Olympia-Begeisterte heißt es in Hamburg nur noch Daumendrücken. Gespannt wartet die Mehrheit in der Hansestadt darauf, welche Stadt das DOSB-Präsidium für das internationale Rennen um die Ausrichtung Olympischer Spiele 2024 oder 2028 nominiert.

Hamburg oder Berlin? Am Montagabend fallen die Würfel, wenn das Spitzengremium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt seinen Kandidaten empfiehlt. Hautnah will die Prominenz der Hansestadt aus Sport, Politik und Gesellschaft die Bekanntgabe verfolgen – bei einer gegen 19.00 Uhr beginnenden Live-Übertragung in die Hamburger O2-World aus Frankfurt am Main.

Der frühere Tennis-Champion Michael Stich, HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer und Sportsenator Michael Neumann (SPD) gehören zu der Vielzahl an Gästen, die der Einladung von Olympia-Botschafter Alexander Otto in die Sportarena folgen wollen. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bleibt unterdessen bei den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen auf dem Laufenden.

Mit vielfältigen Aktionen unter dem Motto „Feuer und Flamme für Spiele in Hamburg“ hat die Hamburger Olympia-Initiative versucht, die Hanseaten für Spiele an der Elbe zu begeistern. Der Erfolg der Anstrengungen schlug sich in der vom DOSB in Auftrag gegebenen jüngsten Forsa-Umfrage nieder: 64 Prozent der Hamburger sprachen sich für Olympia aus, beim Konkurrenten Berlin waren es 55 Prozent. Seit September 2014 wuchs in beiden Städten die Olympia-Zustimmung deutlich.

Für die Führungscrew der Dachorganisation des deutschen Sports ist das Stimmungsbarometer aber nur ein Baustein für die Auswahl der Kandidaten-Stadt, wie sie immer wieder beteuerte. „Wir müssen die Umfrage ins Gesamtbild einbetten. Wie sind die Chancen international, welche Voraussetzungen in der Infrastruktur sind gegeben“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann und prophezeite vor der entscheidenden Sitzung: „Es wird keine leichte Diskussion über eine faire, sachgerechte und leicht erklärbare Entscheidung.“

Weitere Kriterien nimmt der DOSB unter die Lupe, das sind: Vision & Olympisches Erbe, Gesamtkonzept der Spiele, Olympisches Dorf, Sportstätten und Umwelt & Nachhaltigkeit. Hamburg will mit kompakten Spielen der kurzen Wege punkten und die zentrale Olympia-Stätte auf einer Elbinsel anschließend zu einem neuen Stadtteil umwandeln.

Über die Empfehlung des DOSB-Präsidiums muss dann am kommenden Samstag (21.3.) noch die außerordentliche DOSB-Mitgliederversammlung abstimmen. In der ausgewählten Stadt geben die Bürger im Spätsommer ein endgültiges Votum ab, ob sie Olympische Spiele wollen.

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