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Prozess in Hamburg : Vor Baby-Misshandlung in Finkenwerder: Stundenlanges PC-Spielen und viel Alkohol?

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Das Kind bleibt schwer geschädigt. Im Prozess in Hamburg äußern sich Mutter und Vater über den Tag vor der Misshandlung.

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2015 | 14:00 Uhr

Hamburg | Am Tag vor der schweren Misshandlung eines Babys aus Hamburg-Finkenwerder haben die jungen Eltern angeblich stundenlang Computerspiele gespielt und viel Alkohol getrunken. Das ergaben Aussagen des 27 Jahre alten Vaters und der 30 Jahre alten Mutter am Montag im Prozess vor dem Landgericht Hamburg.

Er sei am 28. April dieses Jahres nicht zur Arbeit gegangen, sagte der angeklagte Vater. Am Abend habe es Streit gegeben, die Eltern hätten sich angeschrien und geohrfeigt. Er betonte jedoch: „Ich war nicht aggressiv auf das Baby.“ Beim Prozessauftakt hatte der Angeklagte zugegeben, den drei Monate alten Säugling in der Nacht zum 29. April mit Schlägen schwer misshandelt zu haben.

Die Mutter bestätigte in einer Zeugenaussage bei der Polizei, dass sie am PC gespielt und gemeinsam mit ihrem Verlobten Alkohol getrunken habe. Eine Videoaufzeichnung der Vernehmung wurde im Prozess mit Einverständnis der Mutter gezeigt.

Das Kind ist durch die Misshandlungen blind und taub. Außerdem hat es bleibende Hirnschäden davongetragen. Es befindet sich derzeit auf einer Palliativstation. „Der Säugling vegetiert vor sich hin. Das meiste von seinem Hirn ist nicht mehr vorhanden“, sagte Rechtsanwältin Christiane Yüksel, die das Opfer durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte, vertritt.

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