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Hamburg : Von Polizisten angeschossen: Ghanaer zu einem Jahr verurteilt

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Der Mann bedrohte eine Frau am Hauptbahnhof mit einem Messer. Ein Polizist schoss ihm in die Beine.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 18:46 Uhr

Hamburg | Das Amtsgericht Hamburg-St.-Georg hat einen Mann aus Ghana, der bei seiner Festnahme von einem Polizisten angeschossen worden war, zu einem Jahr Haft verurteilt. Der 33-Jährige sei bereits am Mittwoch vergangener Woche wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung sowie versuchter Nötigung schuldig gesprochen worden, teilte ein Gerichtssprecher am Montag mit. Die nach Abzug der Untersuchungshaft verbleibenden sieben Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Der Fall hatte eine Diskussion um rassistisch motivierte Polizeigewalt ausgelöst und beschäftigte auch die Linken in der Bürgerschaft. Nach Einschätzung der Fraktion gebe es in Hamburg auch „Racial Profiling“ oder „Racial Profiling“-ähnliche Einsatzmuster. Anhaltspunkte für einen,rassistisch motivierten Hinrichtungsversuch sahen die Politiker im Fall der Schüsse auf den Ghanaer jedoch nicht.

Laut Anklage bedrohte der Afrikaner am 1. Februar eine Frau in der Nähe des Hauptbahnhofs mit einem Messer. Als ein Zivilpolizist eingriff, soll er Stichbewegungen in Richtung des Beamten gemacht haben. Dieser versuchte vergeblich, den 33-Jährigen mit Pfefferspray zu stoppen. Schließlich schoss ihm der Polizist in die Beine. Wenige Tage vor diesem Zwischenfall soll der Ghanaer zwei DB-Sicherheitsleuten vor dem S-Bahnhof Bergedorf gedroht haben, sie „abzustechen“, wenn sie ihn nicht wieder auf den Bahnsteig ließen.

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