Ende der nervigen Parkplatzsuche : Volkswagen und Hamburger Flughafen demonstrieren autonomes Parken

Muss der Flugreisende in Zukunft seinen Wagen nicht mehr eigenständig parken? Daran arbeiten VW und der Flughafen Hamburg.

Muss der Flugreisende in Zukunft seinen Wagen nicht mehr eigenständig parken? Daran arbeiten VW und der Flughafen Hamburg.

Start für neue Versuchstechnik: Ein kundenfreundliches System soll das Auto automatisiert zum Stellplatz manövrieren.

shz.de von
13. April 2018, 13:12 Uhr

Hamburg | Lange Parkplatzsuche, Kratzer im Lack und schwierige Einparkmanöver sollen bald der Vergangenheit angehören und von der Technik übernommen werden. In einem auf mehrere Monate angelegten Pilotprojekt testet der VW-Konzern am Hamburger Flughafen neue Technik für autonomes Parken. Vertreter der Konzernmarken Volkswagen, Audi und Porsche demonstrierten am Freitag in einem Flughafen-Parkhaus, wie die Zukunft des Parkens aussehen könnte: Die Fahrer stellen ihre Autos in einer Übergabe-Zone ab, geben per Autosteuerung oder Smartphone einen Parkbefehl und das Fahrzeug sucht sich selbstständig seinen Parkplatz. Beim Abholen funktioniert das umgekehrt. Elektro-Fahrzeuge werden zudem automatisch aufgeladen.

Von der Serienreife sind derartige Systeme noch weit entfernt, doch Anfang des nächsten Jahrzehnts könnten nach Ansicht der VW-Experten die ersten Kunden den neuen Service testen. Beteiligt an dem Projekt sind der Hamburg Airport Helmut Schmidt und die Stadt Hamburg, die mit VW eine strategische Mobilitätspartnerschaft abgeschlossen hat.

Autonomes Parken soll darüber hinaus nicht nur in Parkhäusern, sondern auch im öffentlichen Straßenraum eine größere Rolle spielen und einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Es gibt bereits eine Reihe von Modellversuchen und Experimenten. So arbeitet die Volvo Car Group an einem System, mit dem sich das Fahrzeug selbstständig eine Parklücke sucht und diese ansteuert – ein Fahrer ist nicht notwendig.

Auch Bosch und Daimler haben bereits ein Modell vorgestellt, bei dem das Auto und das Parkhaus über Sensoren miteinander kommunizieren. Die Technik kann auch nachgerüstet werden.

Durch automatisiertes Parken sollen Autofahrer bis zu 60 Stunden Zeit pro Jahr sparen. Zudem könne so auch CO2 gespart und die Kapazität der Parkhäuser um bis zu 20 Prozent besser ausgenutzt werden.

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