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Hamburger Hauptbahnhof : Vierjähriger fährt alleine S-Bahn

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Schreckensszenario: Ein Kind steigt in eine S-Bahn, die Türen schließen sich, der Zug fährt ab – doch die Mutter steht noch am Gleis. Eine Rettungsaktion läuft an.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 16:29 Uhr

Hamburg | Es ist ein Drama, vor dem Eltern sich fürchten: Eine 27-jährige Hamburgerin steht am Donnerstagnachmittag mit ihren kleinen Kindern in Hamburg am Hauptbahnhof. In einer unachtsamen Sekunde steigt ihr vier Jahre alter Sohn in eine abfahrbereite S-Bahn ein. Die Türen schließen, die S-Bahn fährt ab. Die Mutter bleibt mit ihrer kleinen Tochter am Bahnsteig zurück, hat keine Möglichkeit, ihrem Sohn Jan-Philipp zu helfen.

In Tränen aufgelöst wendete sich die Frau an eine Präsenzstreife der Bundespolizei am S-Bahnsteig. Die Beamten reagierten blitzschnell. Mit dem Streifenwagen machten sie sich auf den Weg zum nächsten Haltepunkt. Am Bahnsteig der Station Hammerbrook entdeckten sie den Kleinen in Begleitung des Zugführers.

Fahrgäste hatten ihn auf ein weinendes Kind in der S-Bahn aufmerksam gemacht. „Der kleine Jan-Philipp war sichtlich aufgelöst und weinte bitterlich“, schildert die Polizei. Behutsam fragten die Bundespolizisten den Vierjährigen, ob er einmal mit einem Polizeiauto fahren wolle. So überzeugt schien der Steppke von der Idee noch nicht zu sein; die Tränen flossen weiter. Erst als Jan-Philipp das eingeschaltete Blaulicht sah, hörte er auf zu weinen. Mit strahlenden Augen stieg er in „sein“ Polizeiauto ein. „Die kurze Fahrt zum Hauptbahnhof nutzte der Kleine, um uns über den Alltag in seinem Kindergarten zu berichten“, sagten die Bundespolizisten.

Im Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof warteten seine Mutter und seine kleine Schwester bereits auf ihn und der „Familienzusammenführung“ stand nichts mehr im Wege.

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