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Hamburg : Vier Landesvorstände der AfD zurückgetreten

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Aus der Onlineredaktion

Gut vier Monate vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg kriselt es in der AfD in Hamburg. Ein Grund: zu großer Einfluss von Ex-Mitgliedern der Schill-Partei.

Hamburg | Vier der neun Vorstandsmitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) in Hamburg gaben am Dienstag bekannt, dass sie geschlossen zurückgetreten seien. Sie begründeten dies unter anderem mit einem zu großen Einfluss von Ex-Mitgliedern der rechtspopulistischen Schill-Partei, wie der bisherige Parteisprecher Oliver Scholl in einem Schreiben mitteilte. Auch er reichte als Landesvorstand seinen Rücktritt ein.

Kritik übten die vier auch an Parteichef Jörn Kruse. Er sei vor allem bestrebt gewesen, „seine Position durch die gezielte Platzierung bequemer Gefolgsleute auf der Liste der Bürgerschaftskandidaten zu untermauern. Gleichzeitig hat er in unzulässiger Weise in die Vorstellung der ihm weniger genehmen Kandidaten aktiv eingegriffen“.

Die Vorbereitung und der Ablauf des Landesparteitages entsprachen nicht den selbst gesteckten Zielen zu innerparteilicher Demokratie und zu mehr Transparenz.

Die zurückgetretenen Landesvorstandsmitglieder betonen ausdrücklich, keine Differenzen mit der Bundespartei, dem Bundesvorstand oder der Programmatik der Alternative für Deutschland zu haben. Dies sei eine Hamburger Angelegenheit. Zurückgetreten sind demnach neben Scholl die stellvertretende Landessprecherin Barbara Krüger-Sauermann, Landesschatzmeister Erich Marquart und Günther Siegert, Mitglied im Landes und -Bezirksvorstand. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist bislang nicht in der Bürgerschaft vertreten.

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erstellt am 07.Okt.2014 | 20:08 Uhr

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