Oberlandesgericht Hamburg : Vier Jahre Haft: Mitgliedschaft in Terrormiliz

Zunächst stand zudem der Vorwurf des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz im Raum.

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09. Oktober 2018, 20:41 Uhr

Hamburg | Vor dem Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht in Hamburg hat die Bundesanwaltschaft eine Jugendstrafe von vier Jahren und drei Monaten für einen jungen Syrer gefordert. Dem 25-Jährigen werde Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Ursprünglich sollte der Angeklagte in Syrien für verschiedene Terrormilizen gekämpft haben, darunter auch der Islamische Staat. Im Laufe des Prozesses sei aber nur der Vorwurf übrig geblieben, der 25-Jährige sei Mitglied der Miliz Ahrar al-Sham gewesen. Er soll dort mit einer Kalaschnikow bewaffnet gewesen sein.

Der Syrer war im August 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Am 19. September vergangenen Jahres war er in Büchen (Kreis Herzogtum Lauenburg) festgenommen worden. Das Plädoyer der Verteidigung ist für Mittwoch geplant, das Urteil soll am Dienstag darauf verkündet werden.

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