Nach Spiel gegen Heidenheim : Verwüstung im ICE: Polizei sucht randalierende HSV-Anhänger

Dreck und Verwüstung: Die Fußballfans randalierten auf der Rückreise vom Auswärtsspiel.

Dreck und Verwüstung: Die Fußballfans randalierten auf der Rückreise vom Auswärtsspiel.

Nach dem Spiel am Sonnabend haben bislang unbekannte Fußballfans einen Zug demoliert. Die Polizei sucht Zeugen.

shz.de von
17. Februar 2019, 20:33 Uhr

Hamburg | Auf der Rückreise vom Fußballspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Sonnabend haben mutmaßliche HSV-Anhänger ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Die Bundespolizei fahndet jetzt nach den Unbekannten, die gegen 22.30 Uhr im ICE 582 randalierten. Das war kurz vor Erreichen des Bahnhofs Harburg.

Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Hamburg (Einsatzzentrale) unter 040-66995055-55 entgegen.

Wie die Polizei mitteilte, zerstörten die Fußball-Fans unter anderem Fenster- und Türscheiben, Lautsprecher wurden aus einer Deckenverkleidung gerissen, Polsterungen an einem Sitz sowie teilweise ein WC-Raum beschädigt. Mehrere Nothämmer wurden aus den Halterungen gerissen und entwendet, sowie mehrere Reisezugwagen erheblich verunreinigt. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Nachdem der Vorfall gemeldet wurde, wurden rund 70 Kräfte der Bundespolizei und der Polizei Hamburg am Hamburger Hauptbahnhof zusammengezogen, um nach Einfahrt des ICE koordiniert gegen die Fußballstörer vorgehen zu können. Die Bundespolizei ordnete an, dass der Zug nicht im Bahnhof Harburg hält, sondern bis zum Hauptbahnhof durchfährt. Aus noch nicht geklärten Gründen hielt der ICE dennoch in Harburg. So konnte ein großer Teil der Fußballfans, aber auch der Randalierer, bereits im Bahnhof Harburg den Zug verlassen.

60 Fußballanhänger unter Polizeibegleitung zum Hauptbahnhof gebracht

Schnell fuhren die Beamten zum Bahnhof Harburg. Von dort wurden rund 60 Fußballanhänger des HSV unter polizeilicher Begleitung mit einer S-Bahn zum Hauptbahnhof gebracht. Kräfte der Bundespolizei machten eine Schadensaufnahme im ICE.

Neben Kräften der Bundespolizei waren zwei Einsatzzüge der Polizei Hamburg an dem Einsatz beteiligt. Die weiteren Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Täter werden von der Bundespolizei geführt. Dabei werden auch die Aufnahmen der Überwachungskameras intensiv ausgewertet.

Randale auf der Rückfahrt

Die Polizei vermutet: „Offensichtlich haben sich einige Fußballstörer des Hamburger SV auf die seit Jahren publizierte Aussage der Bundespolizei ,Wer auf der Fahrt zum Fußballspiel randaliert, sieht das Spiel nicht' eingestellt und randalieren nunmehr auf der Rückfahrt kurz vor dem Erreichen des Zielbahnhofs in entsprechenden Zügen.“

Nicht nur im aktuellen Fall, sondern auch am 2. Februar randalierten HSV-Fußballstörer auf der Rückreise eines Auswärtsspiels gegen Arminia Bielefeld kurz vor Hamburg in einem Metronom-Zug. Dabei kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen und Verunreinigungen im Zug. Die Bundespolizeiinspektion Hamburg werde sich auch zukünftig personell auf diese „neue“ Situation bei Fußballspielen einstellen.

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