Verbrechen in Norwegen : Vermisste Hamburgerin vermutlich tot

Das Verschwinden einer 36-Jährigen beschäftigt seit Ostern die Polizei in Norwegen. Jetzt könnte die Leiche der Hamburgerin in einem Fjord entdeckt worden sein. Der Ehemann steht in Verdacht, seine Frau umgebracht zu haben.

shz.de von
07. Mai 2014, 10:41 Uhr

Hamburg/Oslo | Die in Norwegen vermisste Hamburgerin Agnes M. ist wahrscheinlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Bei einer Frauenleiche, die aus einem Fjord nahe der Ortschaft Dorvika im Südwesten des Landes geborgen wurde, hat die Polizei „Grund zu der Annahme“, dass es sich um die 36-Jährige handelt. „Wir können sie frühestens morgen sicher identifizieren“, sagte eine Sprecherin der Polizei in Rogaland am Dienstagabend.

Die zweifache Mutter war kurz vor Ostern verschwunden. Ihr deutscher Ehemann, mit dem sie vor Jahren gemeinsam ausgewandert war, hatte sie drei Tage später vermisst gemeldet. Die Ermittler verdächtigen ihn, seine Frau umgebracht zu haben. Nach Aussagen von Kollegen der 36-Jährigen hatte sie sich von ihm trennen wollen. Der 34-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Tat.

Auf der Suche nach der Deutschen war die Polizei am Montag in dem Fjord bei Dørvika in 70 Metern Tiefe auf einen verdächtigen Gegenstand gestoßen. Der Fund wurde am Dienstag mit Hilfe eines Mini-U-Boots geborgen und als weibliche Leiche identifiziert. Nachdem der Ehemann von Agnes M. von dem Fund erfahren hatte, brachen die Ermittler ein Verhör des 34-Jährigen ab.

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