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Autobahn in Hamburg : Verlängerung des A7-Deckels kommt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Durchbruch: Hamburg verlängert den A7-Tunnel auf 2,3 Kilometer. Die Extrakosten belaufen sich auf 265 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 13:52 Uhr

Hamburg | Die Hansestadt macht den Deckel drauf: Hamburg hat sich nach jahrelanger Diskussion dazu durchgerungen, den A7-Lärmtunnel unmittelbar vor dem Elbtunnel auf 2,3 Kilometer zu verlängern und dafür etwa 180 Millionen Euro aus der eigenen Kasse zu investieren. Der sogenannte lange Deckel kostet zirka 265 Millionen Euro extra. Aus dem Verkauf von Wohnungsbauflächen am Rand der Autobahn erhofft sich Hamburg im Gegenzug Einnahmen von etwa 85 Millionen.

Bis 2018 soll die Autobahn zwischen Elbtunnel und Bordesholmer Kreuz auf sechs Spuren erweitert.  Um den Verkehrslärm für die Anwohner so erträglich wie möglich zu machen, werden Autobahndeckel in Hamburg gebaut. Der Ausbau der A7 geht voran: Ein Viertel der Bauarbeiten ist geschafft, das Projekt ist im Zeitplan.

Diese Lösung haben die Fraktionsvorsitzenden von SPD (Andreas Dressel) und Grünen (Anjes Tjarks) jetzt bestätigt. Allerdings knüpfen sie den Plan an eine Bedingung. Der Bezirk Altona solle einen Beschluss zum Bau von 2200 Wohnungen auf den Grundstücken entlang der dann lärmgedeckelten A7 fassen. Eine solche Entscheidung gilt als wahrscheinlich, schließlich gehörte der Bezirk stets zu den größten Befürwortern der XXL-Lärmhaube.

Die Verlängerung des Tunnels kostet 265 Millionen Euro.
Die Verlängerung des Tunnels kostet 265 Millionen Euro. Foto: sh:z
 

Für den Schutz der Anwohner vor dem Krach der täglich rund 150.000 Fahrzeuge ist in erster Linie der Bund als Träger der A7 zuständig. Allerdings finanziert Berlin nur so viel Lärmschutz, wie das Gesetz es verlangt. Im Falle der A7 zwischen Bahrenfeld und dem Elbtunnel ist dies lediglich ein 730 Meter langer Lärmtunnel zwischen der S-Bahnbrücke Behringstraße und dem Elbtunnel, zuzüglich Lärmschutzwänden im weiteren Verlauf. „Aus Gründen der Stadtentwicklung wäre ein längerer Deckel aber die bessere Variante“, sagen Dressel und Tjarks. Kommen 2,3 Kilometer der lärmigen Autobahnpiste unter die Haube, würden die zerrissenen Stadtteile Altona, Bahrenfeld und Othmarschen wiedervereint. Zudem bieten die Grundstücke neben dem Lärmdeckel attraktive Flächen für zusätzlichen Wohnungsbau. In diesen Zielen herrscht in den Hamburger Parteien seltene Einigkeit. Bis zuletzt hatte der Senat noch versucht, beim Bund zusätzliches Geld loszuschlagen, war damit aber erfolglos.

Die Tunneloberfläche soll mit Parks und Kleingärten begrünt werden, so wie schon die beiden anderen geplanten Schalltunnel auf Hamburger Gebiet im Zuge der A7-Verbreiterung um zwei Spuren. Nach den jetzigen Plänen könnte der Bau des langen Deckels frühestens 2019 beginnen und dann etwa 2023 abgeschlossen sein. Die sich abzeichnende Lösung wäre ein großer Erfolg für die Bürgerinitiative „Ohne Dach ist Krach“. Diese hat mehr als 20 Jahre für die Überdeckelung der A7 im Allgemeinen und den langen Deckel im Besonderen gekämpft.

Alles rund um den A7-Ausbau gibt es auf shz.de/a7.

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