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Kollektives Zentrum in Hamburg : Verfassungsschutz: Kulturzentrum „KoZe“ keine „Rote Flora“

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Hamburgs Verfassungsschutz-Chef Voß sieht „die Leute vom KoZe auf einem schmalen Grat“. Linksextrem seien sie aber nicht.

Hamburg | Der Hamburgische Verfassungsschutz befürchtet, dass Linksextremisten den Streit über das linke Kulturzentrum „KoZe“ für ihre Zwecke missbrauchen wollen. Ein zweites linksautonomes Zentrum wie die „Rote Flora“ sehe er aber derzeit nicht, sagte Verfassungsschutz-Chef Torsten Voß der Deutschen Presse-Agentur.

„Aber auf der Internetseite des Kollektiven Zentrums„ finden sich auch linksextremistische Organisationen als Unterstützer, die wir kennen und auch beobachten, wie die Interventionistische Linke und weitere Gruppierungen, in denen sich Linksextremisten engagieren“, warnte Voß. „Mein Rat: Wenn man dieses Projekt KoZe und die Bereiche, künstlerisch, musikmäßig, erhalten will oder die Chance wahren will, alternative Plätze zu bekommen, dann sollte man nicht mit den Linksextremisten gemeinsame Sache machen. Die Leute vom KoZe sind keine Linksextremisten, wandeln aber auf einem schmalen Grat“, gab Voß zu bedenken. „Denn die Interventionistische Linke zum Beispiel instrumentalisiert solche Projekte, solche Themen, für ihre ideologischen Zwecke.“

Die Interventionistische Linke bezeichnet sich auf ihrer Homepage als Zusammenschluss linksradikaler Gruppen und einzelnen Personen. Sie engagieren sich bei sozialen, antirassistischen und feministischen Themen sowie bei der Klima- und Antikriegspolitik. Sie ist in mehr als 20 Städten aktiv.

Das Gelände ist an den Investor HBK verkauft. Er will den Komplex weitgehend abreißen und 400 Wohnungen bauen. Die Abrissgenehmigung ist erteilt. Die Stadt hat dem „KoZe“ einen Teil der Räume mietfrei zur Zwischennutzung überlassen. Es veranstaltet dort Kurse, hat eine Fahrradwerkstatt und eine Schneiderei eingerichtet. Die CDU befürchtet, es könne dort eine zweite „Rote Flora“ entstehen.

Am vergangenen Montag war es zu Auseinandersetzungen der „KoZe“-Aktivisten mit der Polizei gekommen. Die hatte die Errichtung eines Bauzaunes auf dem nicht besetzten Teil des Geländes am Hauptbahnhof geschützt.

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erstellt am 03.Aug.2015 | 10:30 Uhr

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