Hamburg : Verbreitung von elektronischer HVV-Kundenkarte läuft schleppend

Die Suche nach Kleingeld am Fahrkartenautomaten soll möglichst der Vergangenheit angehören.

shz.de von
20. Oktober 2017, 07:48 Uhr

Hamburg | Die elektronische Kundenkarte im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist noch nicht so stark verbreitet wie ursprünglich vorgesehen. Bisher seien etwa 35.000 HVV-Cards ausgegeben worden, davon 27.000 für Abonnenten und 8000 Karten für Gelegenheitskunden, teilte der HVV der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage in Hamburg mit.

Bei der kostenlosen Umstellung der alten Klappkarte auf die Chipkarte müsste noch eine sechsstellige Zahl abgearbeitet werden, sagte ein HVV-Sprecher. Das erfolgt bei den Abonnenten nach und nach, nämlich jeweils wenn das Jahresabo ausläuft. Über die HVV-Card mit Foto können neben Einzel-, Tages- und Wochentickets auch Monatskarten am Automaten aufgeladen werden. Die neue HVV-Card sei deutlich besser gegen Fälschung und Missbrauch geschützt, hieß es.

Ursprünglich sollte der Abo-Umstellungsprozess schon weiter fortgeschritten sein. „Das ist ein Riesenprogramm“, ergänzte der Sprecher. Im Hintergrund müssten alle technischen Systeme sowie die Organisation in dem Verbund mit seinen 30 angeschlossenen Verkehrsbetrieben laufen.

Neben der Online-Bestellung bieten mittlerweile laut HVV 47 HVV-Servicestellen den Karten-Bestellservice an. „Das bringt uns einen Schub“, ist der HVV zuversichtlich. 710 Fahrkartenautomaten an allen U- und S-Bahnhaltestellen sowie an den Hamburger Bushaltestellen seien umgerüstet. Die Ausstattung der rund 2000 Busse im Verbund soll in den nächsten Monaten abgewickelt werden.

Auf alle mit der HVV-Card gekauften Einzel- und Tageskarten werden drei Prozent Rabatt gewährt. Sie ermöglicht das bargeldlose Bezahlen am Automaten. Die abgefahrenen Beträge werden am Ende des Monats vom Konto abgebucht. Auch Prepaid (Vorauszahlung) ist möglich, allerdings nicht durch Aufladen am Automaten: Dazu muss auf ein HVV-Konto ein frei gewählter Betrag überwiesen werden.

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