Hamburg : Veddeler Hauswand so gut wie golden

Fast vollbracht: Die umstrittene Vergoldung der Hauswand auf der Veddel ist so gut wie fertig.
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Fast vollbracht: Die umstrittene Vergoldung der Hauswand auf der Veddel ist so gut wie fertig.

Das Kunstprojekt hatte für viel Kritik gesorgt. Nun steht es vor der Vollendung.

shz.de von
05. Juli 2017, 16:53 Uhr

Hamburg | Nur das letzte Puzzlestückchen fehlt noch: Schneller als erwartet nähert sich Hamburgs derzeit wohl umstrittenstes Kunstwerk seiner Vollendung. Künstler Boran Burchhardt hat die Vergoldung einer Hausfassade im Stadtteil Veddel nahezu abgeschlossen, am Mittwoch war nur noch eine kleine Ecke ganz rechts oben auf der Klinkenfassade frei. Burchhardt belegt die 300 Quadratmeter große Fläche seit dem 12. Juni mit echtem Blattgold und hatte dafür insgesamt einen Zeitraum von mehreren Monaten prognostiziert. Die Aktion hat viel Kritik erfahren, weil die Kosten von fast 86.000 Euro aus Steuermitteln gezahlt werden.

In den Tagen nach Beginn der Arbeiten war es zu zwei nächtlichen Anschlägen gekommen. Einmal bewarfen Unbekannte die Fassade mit Farbe, in der Nacht darauf gingen die Fensterscheiben des Hubsteigers zu Bruch, von dem aus der Künstler das Blattgold an dem fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus anbringt. Seither war es ruhig. Ein Hausbewohner allerdings will partout keinen Frieden mit der Vergoldung seiner Behausung machen. Aus einem Fenster im vierten Stock flattert noch immer ein Banner mit der Aufschrift: „Schmier Dein Gold woanders hin.“

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