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Schüsse in Hamburg-Eimsbüttel : Urteil im Prozess gegen Luftgewehr-Schützen erwartet

vom

Zwei betrunkene Männer lärmen frühmorgens in Hamburg. Ein Anwohner rastet aus, schießt mit einem Luftgewehr, trifft einen 19-Jährigen am Hals. Nun wird das Urteil erwartet.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 07:08 Uhr

Hamburg | Im Verfahren gegen einen 58-Jährigen, der von seinem Schlafzimmerfenster aus mit einem Luftgewehr auf einen jungen Mann geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt hat, wird am Donnerstag das Urteil erwartet. Der Angeklagte hatte am ersten Prozesstag vor dem Hamburger Amtsgericht bereits seine Schuld eingeräumt: Aus Ärger über den frühmorgendlichen Lärm auf der Straße im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel habe er gefeuert, um den jungen Mann zu vertreiben. Laut Anklage traf die Luftgewehr-Kugel den Mann am Hals. Er musste notoperiert werden.

Nach eigener Aussage war der Schütze zur Tatzeit betrunken gewesen. Er habe mehr als drei Liter Bier getrunken und zwei Gramm Haschisch geraucht. Am frühen Morgen sei er durch Lärm aufgeschreckt worden. Unten auf der Straße lärmten zwei junge Männer, die „schwer angetrunken“ vom Feiern auf dem Kiez kamen. Auch nach einer Viertelstunde habe sich der Lärm nicht gelegt, berichtete der 58-Jährige. Aus Wut habe er sein Luftgewehr geholt und in Richtung der Männer geschossen. Verletzen wollte er niemanden, er hätte in „die Luft geschossen“, sagte er.

Der 58-Jährige muss sich neben gefährlicher Körperverletzung auch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

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