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Nach Bomben-Prank auf Youtube : Untersuchungshaft für Hamburger Youtuber ApoRed

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Weil er einen Gerichtstermin schwänzte, muss ApoRed alias Ahmad Ahad bis zum nächsten Termin in Haft verbringen. Dann muss er sich wegen eines Bomben-Streichs verantworten.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 12:42 Uhr

Hamburg | Der umstrittene Hamburger Youtuber ApoRed alias Ahmad Ahad ist am Mittwoch verhaftet worden. Das teilte der Hamburger Justizsprecher Dr. Kai Wantzen der WAZ mit. Der Youtuber soll sich vor Gericht für einen Bomben-Streich verantworten, den er 2016 für seinen Youtube-Kanal drehte. In dem inzwischen entfernten Video hatten Ahad und sein Freund Jan H. mehrfach Leuten in Hamburg eine Tasche vor die Füße geworfen und suggeriert, es handele sich dabei um eine Bombe. Unter anderem rief Ahad beim Wurf der Tasche: „30 Sekunden habt ihr alle Zeit. Rennt lieber, wenn euer Leben was wert ist.“ Ein Teil der geprankten Leute rennt daraufhin davon, ein Mann rennt hingegen auf Ahad zu, so dass dieser den „Scherz“ schnell auflösen muss. „Die Reaktionen waren heute wieder mal ultra-lustig, Mann“, befindet Ahad am Ende der Aktion.

Kritisiert wurde dieser Prank unter anderem deshalb, weil die Veröffentlichung des Videos zeitgleich mit dem Anschlag von Nizza erfolgte. In einem Video stellt ApoRed klar: Der Streich mit der falschen Bombe wurde bereits vor dem Nizza-Anschlag gedreht.

Vor Gericht sollte nun geklärt werden, ob es sich bei der Prank-Aktion um einen Straftatbestand handelt. Möglicherweise hat ApoRed den öffentlichen Frieden durch Androhung einer Straftat gestört. Doch zu dieser Klärung kam es zunächst nicht. Bei einem Gerichtstermin im September erschien der Hamburger nicht.

Damit Ahad sowie der Mitangeklagte Jan H. beim angesetzten Verhandlungstermin am 18. Oktober nicht fernbleiben können, wurden Haftbefehle erlassen. Beide wurden in dieser Woche vollstreckt.

 

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