Hamburger Hafen : Unfall mit Barkasse und Schlepper: Beide Schiffsführer haben wohl Fehler gemacht

Bei einer Rundfahrt stießen eine Barkasse und ein Schlepper zusammen. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse.

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09. Juni 2016, 14:16 Uhr

Hamburg | Nach dem schweren Schiffsunglück im Hamburger Hafen geht die Polizei mittlerweile von Fehlern beider Schiffsführer aus. Nach Auswertung der Radarbilder bestehe nun der Verdacht, dass der Schiffsführer der „Irma 2“, ein 51-Jähriger, dessen Barkasse vom Anleger Altona kam, die Vorfahrt missachtet hat. Der Fahrzeugführer der „Jörn“, ein 43-Jähriger, soll beim Überholen eines anderen Schiffes wiederum die Sorgfaltspflichten nicht beachtet haben.

Technische Defekte würden an beiden Fahrzeugen ausgeschlossen, teilte die Hamburger Polizei am Mittwoch mit. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

Nach den aktualisierten Zahlen der Polizei wurden von den 36 Ausflüglern 25 verletzt, 13 kamen ins Krankenhaus. Auch der Barkassenführer musste nach Angaben der Feuerwehr verletzt in eine Klinik gebracht werden. Sie hatte von sechs Schwerverletzten berichtet und war von mehr als 36 Menschen an Bord ausgegangen. Die Verletzten trugen unter anderem Gesichtsverletzungen, Gehirnerschütterungen, Schürfwunden und Prellungen davon.

An beiden Schiffen entstand nach Polizeiangaben beträchtlicher Schaden, sie waren jedoch noch schwimmfähig. Nach der Kollision war das Ausflugsschiff von dem Schlepper an einen Anleger in St. Pauli gezogen worden, wo die Ausflügler von Notärzten und Rettungskräften versorgt wurden. Die „Irma 2“ wurde von einer anderen Barkasse in eine Werft geschleppt. Die „Jörn“ konnte selbstständig zum Liegeplatz im Hansa-Hafen fahren.

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