Vollsperrung und Stau : Unfall auf der A25 bei Hamburg: Polizei nimmt Lkw-Fahrer fest

Der Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Wäre das nicht genug, war der 40-Jährige auch noch zur Fahndung ausgeschrieben.

shz.de von
09. September 2018, 14:19 Uhr

Hamburg | Nach einem Lkw-Unfall musste die A25 in Richtung Westen am Samstagmorgen zeitweilig voll gesperrt werden. Die Polizei teilte am Sonntag mit, dass der Fahrer des Lastwagens mutmaßlich unter erheblichem Alkoholeinfluss stand und gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.

Nach bisherigem Ermittlungsstand fuhr der 40-jährige Rumäne gegen 9.43 Uhr mit seinem Lkw zunächst auf der rechten Fahrspur in Richtung Westen und wechselte dann mit überhöhter Geschwindigkeit vom rechten in den linken Fahrstreifen. Hierbei geriet der Lastwagen zunächst ins Schlingern und kollidierte fast mit der linken Schutzplanke. Als der Lkw-Fahrer gegenlenkte und zurück auf den rechten Fahrstreifen wechselte, fuhr er dort auf das Heck eines Mercedes auf. Beide Fahrzeuge schleuderten über den linken Fahrstreifen und kollidierten mit der Mittelschutzplanke.

Der Mercedes schleuderte zurück und kam quer zur Fahrbahn auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Lkw schleuderte ebenfalls über den rechten Fahrstreifen und über den Verzögerungsfahrstreifen. Hier kollidierte der Lkw mit der rechten Schutzplanke und zum Stehen.

Der 40-Jährige und der 37-jährige Pkw-Fahrer wurden durch den Unfall verletzt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. An beiden Fahrzeugen und den Schutzplanken entstand erheblicher Sachschaden.

Der 37-Jährige konnte nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der 40-jährige Unfallverursacher wurde aufgrund von Kopf- und Rückenverletzungen stationär aufgenommen.

Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Westen an der Anschlussstelle Allermöhe für die Dauer der Unfallaufnahme, Räumung und Säuberung bis 12.06 Uhr voll gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Behinderungen.

Nach den ersten Erkenntnissen führte der 40-Jährige sein Fahrzeug unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,8 Promille. Zudem besteht der Verdacht, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Die weiteren Ermittlungen ergaben dann, dass der Mann von den rumänischen Behörden zur Festnahme und Auslieferung wegen eines Tötungsdeliktes ausgeschrieben ist. Aus diesem Grund wurde der Beschuldigte daraufhin von Polizeibeamten im Krankenhaus bewacht. Er wurde zwischenzeitlich ins Untersuchungsgefängnis transportiert.

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