Probleme mit einer Stromanlage : Überhitzte Batterien: Feuerwehr Hamburg im Dauereinsatz

Das Gebäude musste evakuiert werden.

Das Gebäude musste evakuiert werden.

Explosionsgefahr und giftige Gase haben für einen langen Einsatz der Feuerwehr in einem Bürogebäude gesorgt.

shz.de von
01. Juni 2018, 11:52 Uhr

Hamburg | Wegen Explosionsgefahr durch qualmende Batterien ist ein Bürogebäude in der Hopfenstraße in der Hamburger Innenstadt am Donnerstag evakuiert worden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, die Straßen Hopfenmarkt und Großer Burstah wurden gesperrt. „Die Batterien drohten über mehrere Stunden zu explodieren“, sagte Feuerwehrsprecher Werner Nölken am Freitag. Verletzt wurde niemand. Erst am Freitagmorgen konnte der Einsatz beendet werden. „Weil es so warm ist, hatten sich die Batterien überhitzt“, sagte der Sprecher.

Die riesigen Batterien für Stromanlagen (Gel-Batterien, die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleisten) befanden sich im Keller einer Elektrofachfirma. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung mit hohen Kohlenmonoxid-Werten (CO) und giftigen Gasen. Der Einsatz sei schwierig gewesen, weil die Feuerwehr nicht mit Wasser habe löschen können. „Das Wasser wäre kontaminiert worden und wir hätten es auffangen müssen“, erklärte Nölken.

Die Feuerwehr, die nur mit Atemschutzgeräten das Gebäude betreten konnte, versuchte, die Batterien zu bergen und zu kühlen. Die Bergung einiger Batterien war jedoch nicht möglich, da diese sich durch die Erhitzung verkeilt hatten. In dem Batterieraum befanden sich 245 Batterien, jeweils 40 Kilogramm schwer. Es wurden Temperaturen von 40 bis 98 Grad Celsius gemessen. 70 Batterien waren stark überhitzt (bis 98 Grad Celsisus) und aufgebläht.

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