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Ausbau des Hochbahn-Netzes : U-Bahnen und Busse in Hamburg bekommen Gratis-Wlan

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Es ist der Aufbruch ins Online-Zeitalter für die Hamburger Hochbahn: Im Frühjahr soll ein Pilotprojekt starten.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 19:15 Uhr

Hamburg | Kostenloses Wlan in Hamburgs U-Bahnen und Bussen: Was sich Nutzer seit langem wünschen, soll in Kürze Wirklichkeit werden. Der neue Vorstandsvorsitzende der Hochbahn AG, Henrik Falk, hat die Ausstattung des Hochbahn-Netzes mit drahtlosen Internetzugängen angekündigt. Der Vorstand hat beschlossen, den Aufbruch ins Online-Zeitalter in diesem Frühjahr mit einem Pilotprojekt zu beginnen.

Gratis-Wlan gibt es im ÖPNV der Metropolregion bisher in Bussen der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) sowie an Bahnhöfen der AKN. Die S-Bahn Hamburg ist auf diesem Feld noch nicht aktiv.

Nach Angaben von Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum werden dafür eine stark frequentierte Metrobuslinie sowie zwei U-Bahnhöfe ausgewählt; welche, sei noch offen. Ziel sei es, alle 1000 Busse und 91 U-Bahnhaltestellen mit Gratis-Wlan auszustatten. Auch die U-Bahnzüge sollen Drahtlos-Internet erhalten, noch fehlt dafür aber die notwendige leistungsstarke Technik in den Tunneln.

Falk setzt damit früh ein Zeichen, wohin die Reise mit ihm als Hochbahn-Chef gehen soll. „In den U-Bahnen hier gucken 80 Prozent der Leute auf ihr Smartphone“, hatte der aus Berlin gekommene Nachfolger von Günter Elste einen seiner ersten Hamburg-Eindrücke beschrieben. Eine möglichst schnelle Ausstattung mit Wlan gehöre deshalb für ihn zu seien ersten Vorhaben. Schon fünf Wochen nach Amtsantritt macht Falk Nägel mit Köpfen. Der Zugang für Kunden soll nicht nur kostenfrei, sondern auch unkompliziert sein, verspricht die Hochbahn. Einzelheiten sind noch unklar. Dienstleister für die Netzzugänge an den Testhaltestellen wird laut Kreienbaum der Norderstedter Anbieter Wilhelm.tel sein.

Ziel der Wlan-Offensive ist eine größere Attraktivität der Hochbahn, vor allem mit Blick auf junge Kunden, betont Sprecher Kreienbaum. Das Vorhaben sei zudem ein Schritt hin zu der von Falk angestrebten Digitalisierung des mehr als 100 Jahre alten Unternehmens. Die Testphase ab Frühjahr soll etwa sechs Monate dauern und Erkenntnisse zu technischen Voraussetzungen, Nutzungsverhalten und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liefern. Zu den Kosten macht das städtische Verkehrsunternehmen noch keine Angaben. Nur so viel: Preiserhöhungen soll es deswegen nicht geben. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, will die Hochbahn ihr gesamtes Bus- und Haltestellennetz zügig flächendeckend mit Drahtlos-Zugängen ausrüsten.

 

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