SH und Hamburg : Trumps Wirtschaftspolitik: Getrübte Bilanz beim Groß- und Außenhandel

Nur ein Drittel der befragten Unternehmen erwartet mehr Umsatz. Die restlichen Firmen rechnen mit rückläufigen Erlösen.

shz.de von
13. August 2018, 12:43 Uhr

Hamburg | Die Konjunkturerwartungen im norddeutschen Groß- und Außenhandel haben sich für das zweite Halbjahr 2018 eingetrübt. Nur ein Drittel der im zweiten Quartal befragten Unternehmen erwarte bis Jahresende mehr Umsatz – nach 54 Prozent im Vorquartal, teilte der AGA Unternehmensverband am Montag in Hamburg mit. Knapp ein Fünftel gehe von rückläufigen Erlösen aus (Vorquartal: sechs Prozent). Auch die Gewinnerwartung hat sich abgeschwächt: Nur jeder fünfte Betrieb erwartet mehr Gewinn verglichen mit noch einem Drittel im 1. Quartal.

Mit weniger Gewinn rechnet ein Viertel der Unternehmen (Vorquartal: Zwölf Prozent). Das zweite Quartal sei insgesamt zufriedenstellend verlaufen, bilanzierte der AGA. „Der norddeutsche Groß- und Außenhandel hat ein wirklich gutes erstes Halbjahr 2018 hingelegt. Die Unternehmen haben sich den handelspolitischen Unberechenbarkeiten erfolgreich entgegengestemmt und unternehmerisch klug gehandelt“, bilanzierte AGA-Präsident Hans Fabian Kruse.

 „Wir müssen aber weiterhin mit einem sprunghaften Handeln von US-Präsident Donald Trump rechnen, was unkalkulierbare Folgen für die Weltwirtschaft und damit auch Norddeutschland hat.“ Der AGA Unternehmensverband vertritt rund 3500 Mitgliedsunternehmen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Mit einem Jahresumsatz von 288 Milliarden Euro ist der Groß- und Außenhandel eine der wichtigsten Branchen in Norddeutschland.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen